Nachdem Ivey über seinen Anwalt David Chesnoff Klage erhob, regt sich Widerstand bei Tiltware.

Ivey möchte neben Schadenersatz auch eine Freigabe erstreiten. Damit wäre der Weg zu einem anderen Sponsor frei. Als wirtschaftlichen Schaden wirft der Rechtsanwalt die Summe von 150.000.000 in den Raum – Wie in Amerika üblich, eine astronomische Zahl.

Tiltware reagiert natürlich verärgert. Ivey wird Selbstbereicherung vorgeworfen und mit seiner Klage würde er eine Auszahlung an die Kunden unnötig erschweren. Ivey solle sich lt. Statement tatsächlich für die Problemlösung einsetzen und der Firma geschuldetes Geld zurückzahlen. Tiltware geht nicht davon aus, dass die Angelegenheit tatsächlich vor Gericht landet. In dem Falle würde aber die Öffentlichkeit erkennen, dass sich Ivey, Vorschlägen die eine schnelle Auszahlung ermöglicht hätten, verweigerte.

Ivey hat sich nicht geäußert – vielleicht will er eine Schlammschlacht vermeiden. Sein Rechtsanwalt hat bereits für Doyle Brunson, Mike Matusow, Britney Spears, Paris Hilton, Mike Tyson und Shaquille O’Neal gearbeitet. Man darf also von einer hochklassigen Beratung für Ivey ausgehen.

Full Tilt erlebt nach dem Black Friday nun ein Waterloo und wird das verlorene Vertrauen der Spieler mit Sicherheit am einbrechenden Traffic erkennen. Jetzt würde nur eine schnelle Auszahlung ein Desaster verhindern. Dann hätte Iveys Attacke das Ziel erreicht.