Full Tilt bereitet die neue FTOPS vor und schraubt nebenbei fleißig am Turnierangebot. Bei den Multi-Entry-Turnieren wurde z.B. die Anzahl der möglichen Neueinkäufe für die meisten Turniere begrenzt (3x). Bei unendlichen Rebuy-Möglichkeiten wurden die eher „vermögenden“ Grinder bevorteilt und verteilten den Löwenanteil der Preisgelder unter sich. Das schreckte die Freizeitspieler eher ab und hätte auf lange Sicht dem Geschäftsmodell und den Teilnehmerzahlen geschadet.

Da sich zurzeit das Wachstum auf der Seite in Grenzen hält, finden diverse Turniere mit garantierten Preisgeldern nicht genug Teilnehmer und der Anbieter zahlt Overlays. Das freut zwar die Teilnehmer, nicht aber Full Tilt. Deshalb wurden die Garantiesummen nach unten korrigiert. Für die Grinder eher eine negative Entwicklung. Full Tilt hat die Zahl der Turniere mit Garantiesumme allerdings erhöht und wirbt mit monatlich 25 Millionen Dollar an garantierten Preisgeldern um die Gunst der Freizeitspieler. Sobald diese Werbung greift, dürften die Turniere wieder mit höheren Preisgeldern belegt werden.

Bei PokerStars ist das Rennen um den ersten „Super-Nova-Elite-Spieler“ gelaufen. Der Brite Ryan Bell überholte im Endspurt Alex Wice. Dieser hatte in neuer Rekordzeit den Supernova-Status erspielt und galt damit auch als Favorit für den nächsten Rang.  Bell stellte mit dieser Grinding-Leistung eine neue Bestmarke auf. Ob sein Rekord von 53 Tagen im nächsten Jahr nochmals geschlagen werden kann, bleibt abzuwarten.

PokerStars muss den Rekord noch offiziell bestätigen. Dann wird sich Bell über eine „kleine“ Prämie, zusätzliche VPP und ein individuelles Kartendeck freuen dürfen.

Alle Spieler, die sich am Rennen um den Titel beteiligten, werden vermutlich die neuen Blogeinträge von Dusty Schmidt mit großem Interesse lesen. Dieser berichtete von seinen gesundheitlichen Problemen die aus extremen Mass-Tabling resultierten. Der Arzt wies ihn auf gesundheitliche Risiken hin und machte deutlich, dass man keine langfristigen Erfahrungen hinsichtlich der geistigen Belastung beim Poker-Grinding hat. Die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls in jungen Jahren würde aber definitiv steigen. Schmidt hat zwei längere Blogeinträge beim Cardplayer veröffentlicht. In denen berichtet er von persönlicher Erfahrung, Erkenntnissen, Veränderungen und gibt Denkanstöße ohne mahnenden Zeigefinger.