Das Tochterunternehmen von PokerStars ist inzwischen im Alltagsgeschäft angekommen und fischt weiter Kunden der Konkurrenz. Mit der „Micro Turbo Online Poker Series“ (MTOPS) setzt man ein weiteres Highlight im Turnierpoker.

Vom 9. bis zum 23. Juni werden 75 Events gespielt und trotz der Micro- bzw. Lowstakes-Buy-In garantiert der Veranstalter mehr als $2 Millionen an Preisgeld.

Höhepunkt der MTOPS wird das Main-Event. Für $15 Buy-In erhält man seinen Startstack und spielt NLHE um mindestens 1 Million Dollar Preisgeld. Im gesamten Turnierplan wird natürlich nicht nur NLHE gespielt. Wie immer sind diverse Varianten dabei und jeder wird sein Lieblingsspiel finden.

Durch die niedrigen Buy-Ins und das Multi-Entry-Turbo-Format können sich wohl alle Spieler diverse Rebuys leisten. Zu Beginn des Turniers darf also aus allen Rohren geschossen werden … in dieser Series könnte Glück durchaus eine größere Rolle spielen 🙂

Wenig Glück haben aktuell die ehemaligen US-Kunden von Full-Tilt. Das Department of Justice hatte bei der Kaufabwicklung von Full Tilt dem Käufer sofort 547 Millionen abgeknöpft. Mit dieser Summe sollten die geprellten US-Kunden entschädigt werden. Während PokerStars dieser Zahlungsverpflichtung sofort nachkam, zog sich das weitere Verfahren wie Kaugummi.

Nach einigen Monaten war mit der „Garden City Group“ immerhin ein Unternehmen als Abwickler für die Auszahlung gefunden. Trotzdem erfolgte bisher keine Zahlung. Nach einem Statement der Garden City Group soll das Verfahren eventuell sogar noch weitere 1 – 2 Jahre dauern. Hauptgrund hierfür seien Phantom-Buchungen der alten Full-Tilt-Verantwortlichen. Der Anbieter hatte zum damaligen Zeitpunkt den Accounts Beträge gutgeschrieben, ohne auf die Bankkonten der Spieler zugreifen zu können. Diese Luftbuchungen sollen sich auf ca. 80 Millionen Dollar summieren und sich schlecht rekonstruieren lassen.

Neben diesem größeren Problem sind auch noch Detailfragen zu klären. So sind einige Mitarbeiter der Justizbehörde der Meinung, dass die Spieler lediglich eine Erstattung in Höhe der Einzahlung erhalten dürfen. Etwaige Gewinne blieben dann unberücksichtigt. Begründet wird dies mit dem Rechtsempfinden. Man wolle keine Personen für illegales Glücksspiel „belohnen“.

Während man solche Auffassungen geteilter Meinung sein darf, ist die Bearbeitungsdauer ohne Zweifel ein schlechter Witz.