Die Verantwortlichen von Full Tilt haben zwischenzeitlich ein Lebenszeichen von sich gegeben. In einem offiziellen Statement entschuldigen Sie sich für die dürftige Kommunikation in den letzten Wochen. Gründe hierfür waren diverse juristische Hürden und ein Vertrauensschutz für den potentiellen Investor. Für die Zukunft wurde Besserung gelobt. Oberste Priorität habe aber weiterhin die finanzielle Situation – Zielsetzung sei es allen Spielern das Geld auszuzahlen.

Von diesen Lippenbekenntnissen hat natürlich keiner etwas. Nahezu zeitgleich wurde bekannt, dass Tilt die exklusiven Verhandlungen mit dem Investor beendete und nun auch mit anderen möglichen Investoren Gespräche führen will. Das ist wohl als Zeichen für gescheiterte Gespräche mit dem Hauptinteressenten zu deuten und ein weiterer Tiefschlag für die Gläubiger. Ob nach dem Fiasko der letzten Monate weitere Investoren anklopfen ist fraglich. Das Angebot bei einem Verkauf das gesamte Management auszutauschen dürfte als Lockruf nicht ausreichen.

Die nächste Anhörung soll bis zum 15. Sepember stattfinden, die Zeit läuft dem (ehemaligen) Anbieter davon und damit dürfte der Wert des Unternehmens rapide sinken.