Nach einer sechstägigen Anhörung hat die AGCC (Alderney Gambling Control Commission) eine Pressemitteilung herausgegeben. Demnach konnte sich Full Tilt auch in der September-Anhörung nicht rehabilitieren. Die Vorwürfe die zum Lizenzentzug führten wurden nicht entkräftet und das Unternehmen präsentierte keinen tragfähigen Plan für die Zukunft. Besonders bitter aufgestoßen ist der AGCC , dass die Verantwortlichen zu Anfang auf die gesperrten Konten hinwiesen um damit die fehlende Auszahlung zu begründen. Wenige Wochen später erfuhr man dann von den fehlenden Riesensummen auf genau diesen Konten. Diese fehlerhaften Auskünfte passen nicht zu einem seriösen Anbieter mit entsprechender Lizenz.

Während die Kommission darauf hinwies, dass die fehlende Lizenz einen möglichen Verkauf nicht unmöglich macht, besagten die letzten Gerüchte, dass der ominöse (französische?) Interessent seine Kaufabsichten tatsächlich an der Lizenz ausrichtet. Darauf bezieht sich auch Full Tilt in einer Pressemitteilung. Dort wird -einmal mehr- die Schuld bei den Beteiligten gesucht. Mit der Entscheidung würde die AGCC den Spielern von Full Tilt indirekt das Geld nehmen, da der mögliche Investor abgeschreckt wird. Von Selbstkritik sind die Betreiber immer noch weit entfernt.

Trotzdem wäre laut AGCC eine Wiederaufnahme des Geschäfts mit neuen Inhabern möglich – dies wäre den Spielern zu wünschen. Aktuell können die Geschädigten die Forderungen gegen FTP lediglich über Zivilgerichte einklagen. Und Erfolgsaussichten sind hier genauso fraglich wie die Chancen des FBI bei der Durchforstung der Inhaberkonten dem verschwundenen Geld auf die Spur zu kommen.