tiltKeine Neuigkeiten sind in diesem Fall die schlechten Neuigkeiten.

Eine Riesenmenge an Journalisten und einige interessierte Spieler hatten sich im Park Plaza Victoria eingefunden um anschließend enttäuscht abzuziehen. Bis zu zehn Vertreter von Full Tilt hätten einen Sitzplatz erhalten können, lediglich ein Anwaltsgehilfe erschien zum Termin und drängte auf Ausschluss der Öffentlichkeit.

Und tatsächlich fand die Sitzung dann nichtöffentlich statt. Das sorgte bei den Anwesenden für Unmut und einige Zwischenrufe forderten mehr Einsatz für die Rechte der „geprellten“ Spieler.

Folgende Info‘s wurden dann publik: Full Tilt schuldet der Kommission 250,000 Pfund Lizenzgebühren und hat im Falle einer Lizenzrückgabe unverzügliche Zahlung in Aussicht gestellt. Für eine nicht vorhandene Lizenz sei im Gegenzug keine Zahlung zu erwarten. Die Verantwortlichen bei Full Tilt baten um Verschiebung der Anhörung auf unbestimmte Zeit um weiter kommerziellen Interessen nachzugehen.

Die Kommission ließ sich auf den Antrag ein. Bis zum 15. September wird die Anhörung nun nachgeholt und bis dahin hat Full Tilt Zeit mit den etwaigen Investoren einen Deal auszuhandeln.

Nachdem die Spieler 27 Tage auf die Anhörung warteten und auf Aufklärung der dubiosen Lage hofften, ist diese Veranstaltung in der Rubrik „Makaber“ einzusortieren. Scheinbar ist der Kommission die ausstehende Lizenzgebühr wichtiger als die mehr als $150 Millionen die das Unternehmen den Spielern/Kunden schuldig ist. Das Ergebnis dieser Veranstaltung hätte man auch vor einem Monat herbeiführen können.

Während Full Tilt weiter das Vertrauen der Kunden verspielt, hat sich die Kommission ebenfalls in schlechtes Licht gesetzt. Lt. Statement der AGCC sei die Verschiebung zwar auch im Sinne der Spieler – die Firma sollte schließlich wider liquide werden um Auszahlungen vornehmen zu können – offensichtlich waren beim Hearing aber beide Seite nur auf den eigenen Vorteil bedacht … die Pokerindustrie wird darunter zukünftig zu leiden haben.