Während Full Tilt Poker den (ehemaligen) Kunden immer noch ca. 330 Millionen schuldet, werden immer mehr Details bekannt. Patrik Antonius hat sich z.B. in einem Interview geäussert. Demnach gehöre er zu den größten Verlieren, sein Account wäre zwar leer aber er hätte diversen Spielern Geld geliehen. Eine Rückzahlung ist denen durch die Full Tilt Problematik aber nicht möglich. Außerdem wäre die jährliche Zahlung für seinen Sponsorenvertrag in der Mitte diesen Jahres nicht gezahlt worden. Insgesamt schätzt der Finne seinen Verlust auf ca. 5 Millionen Dollar.

Das Unternehmen von Bernard Tapie ist weiterhin mit dem Aufkauf der Tilt-Reste beschäftigt. Für die Verhandlungen mit dem DOJ wurde nun eine erfahrene Anwaltskanzlei beauftragt. Der Anwalt der bereits die Deals für Neteller und PartyPoker mit der US-Justizbehörde einfädelte soll es nun auch für die Tapie-Groupe richten.

Apropos PartyPoker. Die hoffen auf die Redensart „wer zuletzt lacht, lacht am besten“. Lt. Jim Ryan (Bwin.Party -Co-Chief) arbeitet das Unternehmen an einer Rückkehr auf den US-Markt. Nachdem sich PartyPoker vor Jahren dem UIGEA beugte und den US-Markt und damit die Marktführung aufgab, kann man nun mit reiner Weste auf eine Regulierung des Online-Pokers hoffen. Auch wenn es keine Garantien bzw. Zeitschienen gibt, wird sich das Unternehmen hinter den Kulissen auf eine mögliche Rückkehr vorbereiten. Ryan erzählte der „Forbes“ in einem Interview von einer dreiwöchigen Reise durch die USA, während der er mit diversen potentiellen Investoren die Vorzüge seiner Firma erörterte.