Über Pokerscout u. -olymp wurden vor einigen Wochen einige interessante Zahlen zur Entwicklung des Pokermarktes publik.

Die gute Nachricht ist, dass auch weiterhin durch unser Hobby Milliarden an Dollar erwirtschaftet werden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit sind mehr als 50,000 Spieler anzutreffen, die mehr oder weniger viel Geld einsetzen.

Die schlechte Nachricht ist, die Kundenzahlen schrumpften auch im letzten Quartal und die USA kehrte zwar in einigen Bundesstaaten (Nevada, New Jersey, Delaware) auf den Online-Markt zurück, allerdings strömten nicht so viele Spieler wie erhofft an die virtuellen US-Tische. Hier wuchs der Markt lediglich um 21,5% und die Verantwortlichen hatten mit einem Vielfachen gerechnet.

Weltweit gingen den Anbietern im Lauf des letzten Quartals 1,9% Kunden verloren. Während in den USA nach der Rückkehr ein Wachstum gemessen wurde, beendeten in Italien (-6,9%) und Spanien (-8,9%) viele Spieler ihre Online-Pokerkarriere.

Obwohl PokerStars bisher keine Rückkehr auf den US-Markt gelang, dominiert der Anbieter weiter den Markt. Insgesamt werden 51% des weltweiten Traffics bei Stars gespielt. Hier ging zwar im Vergleich zum IV. Quartal 2013 ein Prozentpunkt verloren, die Mitbewerber müssen aber mit deutlich schlechteren Zahlen umgehen. Das MPN-Netzwerk verlor 33%, das iPoker-Netz verließen 17%. Auch Full Tilt Poker hat einen Schwund von 14% und dürfte damit den Stars-Verantwortlichen einige Sorgen machen.

Gewinner der letzten drei Monate waren winamax.fr (+7%) und PartyPoker New Jersey mit fluffigen 20% Zuwachs.

Ein neuer Boom ist also definitiv noch nicht in Sicht. Aber nur weil der Himmel nicht rosarot ist, muss man auch nicht schwarzmalen 🙂