In regelmäßigen Abständen werden Multi-Accounts der Pokerpro's bekannt. Obwohl die Statuten der Online-Anbieter klare Verbote enthalten, hat eine Zuwiderhandlung eher den Charakter eines Kavaliersdeliktes.

Durch die letzten Skandale im Online-Poker sind die Medien immerhin sensibilisiert und die Anbieter greifen rigoros durch.

Nun hat sich Brian -sbrubgy- Townsend in seinem Blog zum Thema Multi-Account bekannt und sich zeitgleich entschuldigt. Townsend spielte in den letzten Monaten sowohl bei PokerStars als auch bei Full Tilt mit mehreren Accounts ("aba20", "Makersmark66", "Brian Townsend", "Stellarnebula"). Er hat allerdings nicht zeitgleich in Turnieren bzw. an Cashtischen einen Vorteil gesucht. Vielmehr wollte er anonym in kleineren Stakes sein Spiel verbessern. Nachdem er in den letzten Monaten keine schwarzen Zahlen erspielen konnte, wollte er in niedrigeren Limits sein Spiel "neu aufbauen". Während er rational die richtige Entscheidung treffen konnte, hielt ihn ein falsches Ehrgefühl von der Nutzung seiner bekannten Nicks in den unteren Limits ab.

Townsend entschuldigt sich bei den Anbietern (insbesondere zu Full Tilt hat er über Cardrunners.com geschäftliche Beziehungen) und der Pokercommunity. Als kleines Zeichen der Wiedergutmachung spendet er 25,000 Dollar seiner Cardrunners-Einnahmen für wohltätige Zwecke.

Full Tilt Poker hat für 6 Monate den "red pro Status" entzogen. PokerStars hat noch keine Auskunft zu möglichen Strafen gegeben.