PartyPokerDie Gefahr kompetent spielenden Pokerbots an den Tischen zu begegnen wird durch die immer leistungsfähigeren Rechner größer. Gerade in Limit-Spielen kratzen die Bots – wie bereits beim Backgammon – am perfekten Spiel. Das komplexere No-Limit war allerdings bisher lediglich in den Micro-Stakes durch die Bots schlagbar. Diese Zeiten sind jetzt scheinbar vorbei.

Bei PartyPoker wurden zwei Accounts gesperrt, die durch extrem identisches Spiel auffielen. Über 2+2 wurden die Stats der Accounts „jackaroo“ und „BluDevill“ gepostet und die Übereinstimmungen der Spielstatistiken waren verblüffend bzw. alarmierend. Die Samplesize von mehreren Hunderttausend Händen ließ auch keinen Zufall vermuten, die Angelegenheit wurde deshalb an PartyPoker gemeldet.

Die Verantwortlichen haben sich nach mehreren Tagen Prüfung dazu entschieden, die Accounts inkl. Konten zu sperren. Party wird nach Auswertung der Hände die betroffenen Gegner der Betrüger bestmöglich entschädigen. Öffentliche Stellungnahmen des Anbieters sind eher nicht zu erwarten. Geschäftsschädigende Vorfälle werden verständlicherweise von der Pressestelle nicht in die Schlagzeilen getragen. Bot

Insbesondere die Tatsache, dass die Bots auf NL200-Tischen agierten und dort an den 6-Max-Tischen eine Winrate von 7BB/100 erspielten (auf den NL100-Tischen sogar 12BB), ist besorgniserregend. Die Programmierer scheinen das Spiel tatsächlich geknackt zu haben.

Nun sind die Anbieter gefordert. Die Suche nach Bots muss intensiviert und optimiert werden. Zwar generieren auch die Bots Rake (und zwar nicht zu knapp), ein langfristiger Geschäftserfolg als „botverseuchte“ Plattform dürfte aber ausgeschlossen sein.