Der Black Friday hat bekanntlich für die ehemaligen Betreiber von Full Tilt – im Vergleich zur restlichen Branche – eine ganz andere Dimension. Die ehemals Verantwortlichen stehen gegenüber der Justiz und der PokerCommunity mit dem Rücken zur Wand.

Aufklärungsarbeit wurde bisher weder von Bitar, Lederer, Ferguson noch vom eher unbekannteren Rafe Furst geleistet.

Bitar hatte sich vor einigen Tagen den Behörden gestellt und ist inzwischen gegen eine Kaution in Höhe von 2,5 Millionen Dollar (davon 2 Mio in Cash) auf freiem Fuss. Seinen Reisepass haben die Behörden kassiert und der Angeklagte darf sich lediglich in New York oder Kaliforinien aufhalten – immerhin ein größerer Radius als die gängigen Gefängniszellen.

Lederer, Ferguson und Furst haben nun Klageabweisung beantragt. Die Miteigentümer behaupten nichts von den betrügerischen Aktivitäten gewusst zu haben.

Dieser juristische Schritt löste auf Seiten der geprellten Kunden natürlich ein großes Echo aus – dort wird auf millionenschwere Entschädigungszahlungen gehofft. Schliesslich hatten sich die „Geldgeier“ bis kurz vor dem unrühmlichen Ende der Firma großzügige Auszahlungen gegönnt.

Optimisten hoffen, dass dieser juristische Schritt ein weiterer Baustein in Richtung Übernahme sei. Ein Ende des Schauspiels ist aktuell genauso wenig in Sicht wie eine Auszahlung der Spielereinlagen.