In London konnte mit Sebastian Pauli ein deutscher Spieler das EPT-Event gewinnen. Pauli erspielte bereits am vierten Turniertag die Führung und spielte sich über weitere drei „Chiplead-Tage“ souverän bis zum Titel.

An einem starbesetzten Finaltisch traf der 25-Jährige u.a. auf Jake Cody und Kevin MacPhee. Die beiden hatten die Chance auf einen zweiten EPT-Triumph, mussten am Ende aber klein beigeben.

Insgesamt hatten sich 675 Spieler für das Turnier gemeldet und 2,6 Millionen GBP standen zur Verteilung an. Hiervon sicherte sich Pauli die Siegprämie in Höhe von 499,700 Pfund.

Der Finaltisch begann mit einem sehr moderaten Stack/Blinds-Verhältnis. Pauli, der mit einer komfortablen Führung in den letzten Tag startete, konnte sich also auf ein langes Match mit viel strategischem Geplänkel einstellen. Und tatsächlich zog sich die Partie über Stunden und die Spieler räumten nur sehr langsam die Stühle. Mit Jake Cody schied nach 4 Stunden der letzte Brite auf Platz 5 aus und auf Platz 4 erwischte es mit Artur Koren den zweiten Deutschen im Finalfeld. Im Dreikampf versuchten sich die Spieler auf einen Deal zu verständigen, kamen aber dann doch auf keinen gemeinsamen Nenner.

MacPhee schaffte es in das Heads-Up das um 1 Uhr nachts begann und in dem Pauli mit 2:1 in Führung lag. Der Amerikaner konnte gegen den deutschen Studenten allerdings nichts mehr ausrichten. Er wehrte sich zwar mit einigen Double-Ups gegen seine Niederlage, nach einer Stunde war der Zweikampf dennoch entschieden (AQ > AT). Die Partie im Studentenwohnheim dürfte episch werden 🙂