Der Franzose dominierte bereits den fünften Tag und ging mit einer komfortablen Führung in den Endspurt.

Als der Finaltisch nach 13 Stunden Spielzeit am Tag 5 besetzt war, hatte Castaignon seinen Stack von 1,9 Mio Chips auf 9,9 Mio gespielt und hielt damit knapp die Hälfte der im Spiel befindlichen Chips. Nebenbei hatte er 8 der 15 ausgeschiedenen Teilnehmer im Alleingang erledigt.

Mit Belgiern, Franzosen, Libanesen und einem deutschen Spieler war der letzte Tisch am Ende sogar überraschend international besetzt. Da ließ die zu Beginn des fünften Spieltages bestehende Dominanz der Franzosen andere Vermutungen zu.

Castaignon konnte sich also selbstbewusst ins Finale begeben, legte dann aber einen klassischen Fehlstart hin. Der Deutsche Enrico Rudelitz verwickelte den Chipleader in einen 8 Millionen-Pot und konnte mit Top-Set direkt die Führung im Finale übernehmen. Castaignon der mit einem kleinen Paar einen Hero-Call machte, verlor daraufhin allerdings nicht die Fassung bzw. den Faden. Stattdessen begann eine erneute Aufholjagd und am Schluss lief das entscheidende Heads-Up zwischen Castaignon und dem Libanesen Walid Bou Habib. Beide Spieler hatten ordentlich Chips vor sich, Habib suchte allerdings eine schnelle Entscheidung. Nach einer Stunde Zweikampf schob er seinen Stack als 3-Bet mit K-8 in die Mitte. Der Franzose machte mit 33 den Call (!) und gewann den Flip. Nach fünf Stunden war das Finale entschieden und die Railbirds durften den Sieg eines Landsmannes feiern.

Am Ende sah das so aus:

  1. Remi Castaignon – € 770,000
  2. Walid Bou Habib – € 475,000
  3. Robert Romeo – € 275,000
  4. Enrico Rudelitz – € 215,000
  5. Franck Kalfon – € 165,000
  6. Joseph El Khoury – € 125,000
  7. Noel Gaens – € 87,800
  8. Jeffrey Hakim – € 60,000