Die ersten Tage des Riesen-Events sind gespielt, hier ein Überblick:

Tag 1a
418 Spieler nutzten die erste Gelegenheit und kauften sich in das Event ein. Am Ende hatten nur noch knapp 200 Spieler Chips vor sich. Der Russe Alexey Repik hatte den besten Lauf und verbuchte den Chiplead für sich. Während inzwischen kleine Raises Preflop Standard sind, spielte Repik gegen dem Trend. Er setzte bereits Preflop mehr als 3 BigBlinds als Erhöhung und feuerte nach dem Flop Potsize-Bets in Richtung Gegner.  Mit Chris Moneymaker, Chad Brown, Justin Smith, Shaun Deeb, Isaac Haxton und Johnny Lodden schieden bereits diverse Turnierpro's aus … denen bleibt immerhin noch das angenehme Umfeld.

Tag 1b
654 Spieler strömten am zweiten Starttag an die Tische. Titelverteidiger Galen Hall hatte es im Vergleich zum Vorjahr also leichter… da es mit insgesamt 1,072 Spielern im Feld weniger Konkurrenz als 2011 gab (da waren über 1,500 Spieler angetreten). Für die Highroller Viktor Blom, Dan Shak, Eugene Katchalov und Daniel Negreanu lief es nicht und alle schieden in den ersten Leveln aus. Ebenfalls bereits im passiven Modus: Vanessa Rousso, Jason Mercier, David Williams, Jonathan Duhamel, Pius Heinz, David Sands, Scott Seiver und Eric Baldwin. Am Ende hatten noch 327 Spieler Chips und Hoffnungen auf ein Turnier-Happy-End. Chino Rheem baute sich einen großen Chipstapel und durfte knapp hinter Alexey Repik das Feld anführen. Der nicht unumstrittene Pro spielte kurz vor dem Feierabend einen großen Pot und glaubte AA zu halten. Als der Gegner seine Chips mit KK in der Mitte hatte drehte Rheem mit „Aces“ auf den Lippen dann aber auch zur eigenen Überraschung A2 um. Dementsprechend war der Schockmoment dem ein Glücksmoment direkt folgte denn am Ende ging der Monsterpot an Rheem da sich das berühmte „Ace on the River“ sehen ließ

Tag 2
Trotz des Teilnehmerrückgangs ist der Preispool auf über 10 Millionen Dollar geklettert und obwohl ganze 160 Plätze bezahlt werden sind stolze 2 Millionen Dollar für den Turniersieger reserviert. Eine entsprechende Motivation der restlichen 530 Spieler war also vorhanden. Die Spieler schenkten sich nichts und nur 183 schafften es in die Runde 3. Faraz Jaka gewann einen großen Pot nach dem anderen und brauchte zum Feierabend für seine 902,000 eine Riesentüte. Der nächste Verfolger (der Rumäne Folescu) hielt „lediglich“ 555k Chips. Unter den zahlreichen Bust-Outs waren mit Boris Becker, Alex Kravchenko, Dario Minieri, Ivan Demidov, Vanessa Selbst, Bertrand Grospellier natürlich auch prominente Opfer dabei. Auch der im Führungsfeld gestartete Chino Rheem hatte am Vortag offenbar sein Glück verbraucht – die gute Ausgangsposition war zum Schluss nichts wert … auch er musste den Platz räumen.

Tag 3
Die Geldränge waren in Sicht. Vorher mussten noch 23 Unglücksraben gefunden werden … Freiwillige meldeten sich wieder einmal nicht. Trotzdem platzte die Blase bereits im ersten Level und damit war ein großes Ziel für die meisten Spieler erreicht. Chipleader Faraz Jaka hatte hinsichtlich der Geldränge keine Sorge … er versuchte sich vielmehr für einen Spurt an den Finaltisch in Stellung zu bringen. Und der Tag verlief wieder einmal gut … der Pro mit Vorliebe für bunte Hemden hielt sich durchgehend im Spitzenfeld auf und tütete am Ende 1,2 Millionen Chips ein. Mit Luca Pagano, Jan Heitmann und Arnaud Mattern hoffen Team Pokerstars-Pro's auf den großen Zahltag und Galen Hall versucht sich weiterhin am Kunststück der Titelverteidigung.

64 Spieler blieben am Ende der dritten Runde übrig und die Anspannung steigt. Phil D'Auteuil konnte den vierten Tag nutzen und sich ganz nach vorne spielen. Der junge Pro schob sich damit an den bisher in Führung liegenden Faraz Jaka vorbei. Dieser hat immer noch einen großen Stack und damit Platz 3 inne. Keine Chance mehr auf's Finale haben Liv Boeree, Shawn Buchanan, Randy -nanonoko- Lew, Andrew Lichtenberger, Carlos Mortensen und Phil Collins.

Zum Abschluss noch ein Blick auf die aktuellen Top Ten des Turniers:

1. Phil D’Auteuil – 1,472,000
2. Sam Greenwood – 1,401,000
3. Faraz Jaka – 1,220,000
4. Alex Fitzgerald – 1,154,000
5. Anthony Gregg – 1,129,000
6. Kyle Julius – 1,019,000
7. Peter Draxl – 951,000
8. David Bernstein – 876,000
9. Luca Pagano – 863,000
10. David Peters – 857,000