Nach sechs Spieltagen war das Werk vollbracht und der Ukrainer Oleksii Khorshenin gewann nach dem Heads-Up gegen Anthony Ghamrawi den Titel und $575,000 Siegprämie.

910 Spieler waren angetreten und zahlten jeweils das Buy-In von 5,300 Euro. Insgesamt wurden 4,413,500 Euro auf die ersten 135 Plätze verteilt.

Neben der regulären Pokerprominenz wie Gus Hansen, Live Boeree und Viktor Blom reisten auch Elton und Alexander Stein an. Elton bemerkte aber schnell, dass bei einer EPT ein anderer Wind als bei seinem Chef Stefan Raab weht. Er schied bereits am Starttag aus, ließ sich aber die Laune nicht verderben und gab fleißig Interviews. Mit mehr als 600,000 Euro Prämien aus den TV Total Pokernächten lässt sich das Buy-In aber auch locker verschmerzen.

Der spätere Sieger konnte sich bereits nach dem ersten Tag im vorderen Feld einordnen, baute seinen Stack auf 171k auf und verlor in den folgenden Tagen zwar die Spitzenposition nicht aber die Nerven. Für den zweiten Turniertag waren nur noch 488 Spieler mit Chips ausgerüstet und es wurde konsequent weiter ausgedünnt. Die Geldränge sollten allerdings erst in der dritten Runde erreicht werden. Ganze 176 Spieler hofften auf eine unfallfreie Bubblephase. Zu diesem Zeitpunkt dominierten deutschsprachige Spieler das Geschehen und Sebastian Trisch trug mit 568k Chips im Stack die „Bürde“ des Chipleaders.

Natürlich gab es auch prominente Opfer, neben Liv Boeree schieden z.B. auch George Danzer und Daniel Cates aus.

Wer Weg zu den Geldrängen war wie üblich steinig. Als nur noch ein Unglücksrabe gesucht wurde, „meldeten“ sich gleich zwei Spieler per All-In freiwillig. Robert Zipf bibberte sich mit KK gegen AK von Khoroshenins in das Preisgeld, der Schweizer Highroller Ronny Kaiser verlor jedoch seinen Coinflip und ging als letzter Spieler mit leeren Händen.

Nach dem Erreichen der Geldränge erwischte es mit Viktor Blom (76.)  und Gus Hansen (71.)  die beiden Full Tilt Pros.  Auf Platz 15 gingen Johnny Lodden die Chips aus und damit hatten sich die bekanntesten Namen früh aus dem Feld verabschiedet.

Den letzten Tisch begann der Österreicher Ghamrawi als Chipleader und es sollte ein langer Spieltag werden. Geschlagene 150 Minuten dauerte es, bis der erste Stuhl geräumt war und das Finale etwas an Tempo gewann. Das letzte Trio bestand aus dem Ukrainer, dem als Chipleader gestarteten Österreicher und dem Deutschen Marko Neumann. Die Dinnerpause nutzten scheinbar alle Spieler um sich über einen Deal Gedanken zu machen, zumindest verständigten sich die drei Kontrahenten nach anschließenden zähen Verhandlungen. Während 50,000 Euro für den Sieger in der Mitte verblieben, erhielt Neumann als Chipleader 638,000 Euro, Khoroshenin 528,000 Euro und Ghamrawi 446,500 Euro zugeschoben.

Aber auch die letzten 50k wurden hart umkämpft und die Chips wanderten noch längere Zeit hin und her. Irgendwann erwischte es dann Neumann und der finale Zweikampf begann mit einer deutlichen Führung des Ukrainers (130 BB vs 40 BB). Nach einigen Händen war das Match entschieden und zum ersten Mal in der Geschichte der EPT durfte sich ein Ukrainer über den EPT-Titel freuen.

Das Ergebnis im Überblick:

1. Oleksii Khoroshenin – Ukraine – €575,000

2. Anthony Ghamrawi – Österreich – €446,500

3. Marko Neumann – Deutschland – €638,000

4. Pablo Gordillo – Spanien – €262,150

5. Timo Pfützenreiter – Deutschland – €203,900

6. Simeon Naxdenov – Bulgarien – €151,000