Keine EPT ohne ein zugehöriges High-Roller-Turnier. In San Remo kauften sich 88 Spieler für jeweils 10,300 Euro einen Stack und durch die Re-Entry-Möglichkeit wurden insgesamt 104 Buy-Ins für den Preispool eingesammelt.

Wie üblich war das Feld stark besetzt und neben Sorel Mizzi verlor auch Jonathan Duhamel bereits in der Startphase den Stack. Vor den Geldrängen mussten sich auch Olivier Busquet und Vanessa Selbst mit unerwünscht viel Freizeit auseinandersetzen.

In die letzte Phase ging Philip Sternheimer als Chipleader. Der in London lebende Spieler hatte mit AA einen Blitzstart und schickte Mahmoud auf Platz 8 in die Rails. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich Schemion noch nicht in Szene setzen. Das änderte sich aber mit einem großen Pot – ausgerechnet gegen Sternheimer. Nachdem er den Pot einstrich, setzte die Wende ein.

Der in Österreich lebende Schemion hatte plötzlich einen großen Stack und dominierte damit den Finaltisch. Er sorgte höchstpersönlich für die nächsten freien Stühle denn im weiteren Finale passte für den Profispieler so ziemlich alles. Mit AA gegen JJ wurde er genauso ausbezahlt wie mit einem Flush. Ein aufgeflogener Semibluff von Bilokur spülte weitere Chips in Schemions Stack und der Kanadier Greenwood konnte den Turniersieg im letzten Zweikampf nicht mehr gefährden. Schemion hatte einen großen Vorsprung und ließ nichts anbrennen. AJ vs A4 war die letzte Hand und sein Preflop-Vorsprung reichte, da es keinen Treffer auf dem Board gab. Nach nur drei Stunden Spielzeit war das Spektakel vorbei. Schemion verbuchte seinen sechsten Turniersieg bei der EPT und hat den Titel „EPT Player of the Year“ damit so gut wie sicher.

Das Endresultat:

1. Ole Schemion – Österreich – €265,000

2. Max Greenwood – Kanada – €182,100

3. Alex Bilokur – Russland – €119,400

4. Philipp Sternheimer – UK – €96,700

5. Mustapha Kanit – Italien – €77,700

6. Griffin Benger – Kanada – €60,700

7. Tamer Kamel – UK – €47,800

8. Imed Ben Mahmoud – Tunesien – €36,550