Der Brite Tom Middleton schaffte es im Main-Event der EPT Barcelona bis zum Titel. Nachdem er über 3 Turniertage in Führung lag, ging auch am Finaltisch nichts mehr schief und er kassierte €942,000 Prämie.

Der Österreicher Thomas Mühlöcker sorgte für eine Überraschung im Highroller-Event.

Das Finale im Main-Event fand ohne deutsche Beteiligung statt. Überraschenderweise konnte auch kein Spanier den „Heimvorteil“ nutzen. Trotzdem war der Tisch natürlich international besetzt und die Railbirds kamen auf ihre Kosten. Während es Middleton als Chipleader in das Heads-Up schaffte, war der Shortstack Kimmo Kurko überraschend zum Titelaspiranten aufgestiegen.

Das Heads-Up begannen der Finne und Middleton sehr ausgeglichen und verständigten sich auf eine Verteilung des Preisgeldes. Für den Sieger wurden statt €1,067,000 nun €942,000 bezahlt und der zweite Platz wurde von €625,000 auf €750,000 aufgestockt.

Trotzdem der kleineren Differenz wurde erbittert um den Titel gekämpft. Am Ende hatte Middleton die Nase vorn und Kurko profitierte als Runner-Up vom Deal.

 

Beim Highroller-Event kauften sich 180 Spieler für €10,000 einen Stack. Im Feld waren mit Benny Spindler, Philipp Gruissem, Dan Smith, Jonathan Duhamel natürlich erneut die üblichen Verdächtigen.

Daniel Negreanu sorgte mit einem Ausraster für Schlagzeilen. Ihm wurde in Sachen „First Card out of Deck“ ein Regelverstoß unterstellt und der impulsive Spieler verstieg sich daraufhin in einen Wutanfall inklusive Schimpftiraden. Tatsächlich war die Entscheidung grenzwertig und zeigt die negative Seite der Regelung. Negreanu hatte seinen Smallblind bezahlt und war kurz aufgestanden, um einen befreundeten Spieler zu begrüßen. Als der Dealer die letzte Karte verteilt hatte, saß er nicht auf dem Stuhl (stand jedoch am Tisch) und die Karten inkl. Einsatz von Negreanu wurden einkassiert. „Kid Poker“ pushte vor Ärger blind seine Chips zum All-In und verließ die Veranstaltung.

Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, entschuldigte er sich für sein Verhalten, erneuerte die Kritik an der Regel und kaufte er sich einen weiteren Stack. Er schaffte es nach drei Tagen tatsächlich in das Heads-Up gegen Thomas Mühlöcker. Der Pokerstars-Pro konnte sich am Finaltisch gegen Spieler wie Ole Schemion, Duhamel und David Benefield weiter aufrüsten und begann den Zweikampf mit deutlichem Vorsprung.

Danach begann allerdings eine Leidensphase für den Kanadier. Er rannte mit guten Händen in AA, TT und zum Schluss mit AQ in AK. Damit wurde der Pro vom fast sicheren Sieger zum Runner-Up degradiert. Für den zweiten Platz gab es €263,800 während sich der Gewinner über €390,700 freuen durfte.