Barcelona verabschiedete die Pokerspieler und setzte in diesem Jahr neue EPT-Maßstäbe. John Juanda wird sich als Gewinner des Main-Events besonders gerne an den Ausflug nach Spanien erinnern. Auch im €10k-Highroller wurde mit Mustapha Kanit ein Sieger gefunden, durch einen Deal endete das Highroller-Event aber überraschend unspektakulär. 

1.694 Spieler registrierten sich für das Main-Event und spielten um mehr als 8 Millionen Euro Preisgeld. Die Veranstalter bezahlten die ersten 247 Plätze. Die Geldränge wurden am dritten Tag des Turniers erreicht, Bubbleboy wurde der Grieche Anastasios Vrakas (AQ < AK).

Am letzten Tag ging Denys Shafikov als Chipleader in den Endspurt und hatte mit 109 BigBlinds im Stack einen Riesenvorsprung, also beste Aussichten auf den Titel. Am Ende lief für den Spieler aus der Ukraine aber nichts mehr zusammen und seine letzten Chips gingen auf Platz 4 verloren. Kurz vorher war leider auch der letzte deutsche Hoffnungsträger ausgeschieden. Rainer Kempe schaffte es als Shortstack an den letzten Tisch, konnte keine Stack mehr bauen und musste sich auf Platz 5 geschlagen geben. Als Onlinequalifikant kassierte er mit 320.400 Euro eine beeindruckende Rendite.

Der erste Versuch am Finaltisch einen Deal zu vereinbaren, wurde mit vier verbleibenden Spielern gestartet. Zu diesem Zeitpunkt war John Juanda der Shortstack und lehnte eine Preisverteilung ab. Diese Entscheidung war goldrichtig, denn der ehemalige Full-Tilt-Pro konnte sich mehrfach Aufdoppeln und das Heft damit in die Hand nehmen. Zu dritt nahmen die Spieler die Verhandlungen wieder auf, verteilten das Preisgeld in Relation der Chipstacks und ließen 100.000 Euro in der Mitte.

Der Däne Frederik Jensen kämpfte zwar erbittert um die 100k, musste das Heads-Up gegen Juanda aber dem Briten Steve Warburton überlassen. Der lag zu Beginn des Duells bereits 1:4 hinten. Ein Double-Up gelang zwar, das reichte aber nicht um den Routinier aus der Bahn zu werfen. In der letzten Hand holte sich Juanda (oben im Bild) mit QQ vs 88 die letzten Chips und seinen ersten EPT-Titel.

Das Ergebnis des Main-Events im Überblick: 

1. John Juanda – Indonesien – €1.022.593 (Deal)

2. Steve Warburton – Großbritannien – €796.100 (Deal)

3. Frederik Jensen – Dänemark – €557.900 (Deal)

4. Denis Shafikov – Ukraine – €405.100

5. Rainer Kempe – Deutschland – €320.400

6. Andreas Samuelsson – Schweden – €253.900

 

Zum €10k-Highroller erschienen 506 Spieler und spielten um knapp 5 Millionen Euro Preisgeld.

Am Tag drei waren noch 30 Spieler im Feld, darunter auch noch deutsche Vertreter. Allerdings erlebten unsere Landsleute einen rabenschwarzen Tag und auf Platz 23 erwischte es mit Christoph Vogelsang den letzten „Adler“.

Kevin MacPhee schaffte es auf Platz 8 und damit musste der letzte Tisch ohne den ganz prominenten Namen auskommen.

Trotzdem bleibt das Finale als etwas Bemerkenswertes im Gedächtnis, denn zum Ende des Events verständigten sich die letzten drei Spieler auf einen Deal. Dem deutlichen Chipleader wurde erwartungsgemäß der größte Teil des verbleibenden Preisgeldes zugesprochen. Eher ungewöhnlich war allerdings, dass die zwei verbleibenden Gegner auf eine Fortsetzung des Turniers verzichteten und Mustapha Kanit direkt zum Sieger erklärten. Der Italiener wehrte sich natürlich nicht und freute sich über den Turniersieg und €737.759 Siegprämie.