Bereits im letzten Jahr führte in der Pokerszene kaum ein Weg an deutschen Highrollern vorbei. Fabian Quoss untermauerte diesen Trend und gewann das Highroller-Event in der Karibik.

QuossPCAStolze $100k waren für den Stack zu zahlen und am ersten Tag kauften sich nicht nur 45 Spieler ein, es gab sogar 6 Re-Entries. Einer dieser Doppelzahler war Daniel Negreanu der allerdings auch mit dem zweiten Anlauf kein Glück hatte. Guy Laliberte leistete sich zwei Wiedereinkäufe, konnte aber ebenfalls kein Kartenglück kaufen.

Martin Finger, Philipp Gruissem und Max Altergott kamen gut aus den Startlöchern und konnten sich genauso wie Isaac Haxton und Ole Schemion Chips für die zweite Runde erspielen.

Negreanu zeigte auch am Tag 2 Motivation und riskierte ein drittes Buy-In, schaffte aber auch damit keine Wende und schied erneut aus. Da am zweiten Tag auch die Late-Entrie-Option endete, konnten die Veranstalter den Teilnehmern konkrete Zahlen nennen. Insgesamt gab es 56 Buy-Ins und es wurden $4,948,020 auf die ersten 8 Plätze gezahlt. Durch den hohen Einsatz, die wenigen bezahlten Spots und der direkten Nähe zum Finaltisch artete die zweite Turnierrunde in Arbeit aus.

Am Ende eines langen Spieltages waren schließlich die sieben Finalisten ermittelt. Dan Shak konnte sich in diesen Spielstunden nach vorne Spielen und sollte das Finale als Chipleader beginnen. Für die Deutschen lief es weniger optimal. Der als Chipleader gestartete Finger schied genauso aus wie Tobias Reinkemeier, Max Altergott und Philipp Gruissem.

Nachdem der zweite Tag erst in den Morgenstunden endete, wurde das Finale von den Organisatoren etwas nach hinten gelegt. Shak als Chipleader musste sich am entscheidenden Tag mit Vanessa Selbst, Antonio Esfandiari, Fabian Quoss, Matt Glantz, Anthony Gregg und dem Shortstack Ole Schemion messen.

Quoss befand sich mit seinem Stack im Mittelfeld. Damit war der 31-jährige Nürnberger ganz gut positioniert. Mit neun Spielern im Turnier war er bereits Shortstack und konnte sich nur durch zweimaliges Aufdoppeln wieder in das Spiel bringen.

Auch im Finale konnte Quoss keine Dominanz aufbauen, immerhin konnte er seinen Stack verwalten und ein Ausscheiden verhindern. Mit 3 Spielern am Tisch war er wieder Shortstack und es sah nach einem Titelgewinn für Vanessa Selbst oder Dan Shak aus.

Ein böses Setup vertauschte dann die Vorzeichen des Turniers. Quoss hatte das Kartenglück auf seiner Seite und bastelte mit QJ eine Straight während Vanessa Selbst mit AK und Two-Pair den Push vom Deutschen natürlich bezahlte. Nach dem Double-Up war Selbst shortstackt und konnte sich nicht wieder erholen.

Dan Shak lag zu Beginn des Heads-Up mit 1:2 im Stacksize zurück. Der Amerikaner hatte bereits in 2012 einen zweiten Platz gemacht und musste sich nach einem 8. Platz im Vorjahr im frischen 2014 noch mal mit „Silber“ zufriedengeben. In der entscheidenden Hand hatte Quoss auf dem Turn eine Straight erhalten und Shak mit Straight-Draw und TopPair seine Chips erfolglos in die Mitte geschoben.

Mit Geduld, Spucke und einer sehr glücklichen Wendung beginnt das Pokerjahr für Fabian Quoss vielversprechend. Mit diesem Erfolg summieren sich seine Turniergewinne bereits auf mehr als $4,5 Millionen.

Das Ergebnis im Überblick:

1. Fabian Quoss – $1,629,940

2. Daniel Shak – $1,178,980

3. Vanessa Selbst – $760,640

4. Antonio Esfandiari – $575,920

5. Matt Glantz – $445,520

6. Troy Gregg – $347,720

7. Ole Schemion – $277,080

8. Mike McDonald – $217,320