Mit Fieber und nach vielen Stunden Spielzeit gewinnt der Student aus Deutschland seinen ersten EPT-Titel.

Am fünften Turniertag wurden die 8 Finalisten ermittelt. Und dieses Ziel wurde schnell erreicht, nach knapp 4 Stunden schied mit Sigurd Eskeland der „Finaltable-Bubbleboy“ aus. In diesen Stunden gelang es Julian Track, seinen Stack auf über 7 Millionen Chips aufzublasen.

Das reichte für die Führung auf dem zweiten Platz startete der Brite Max Silver mit knapp 6 Millionen im Stack.

Durch den schnellen fünften Tag kamen die Finalisten mit durchschnittlich 94 BB an den Tisch zurück, Überstunden in Sachen Spielzeit waren also vorprogrammiert. Max Silver, der gut gerüstet in das Rennen ging, erlebte die Schattenseiten des Pokerspiels. Ohne Kartenglück schmolz sein Chipstapel und sein Landsmann Chidwick eliminierte den enttäuschten Engländer bereits auf Platz 6.

Nachdem sich die Engländer das Leben schwer machten, gerieten danach mit Ole Schemion und Julian Track zwei Deutsche aneinander. Hier hatte Track das bessere Ende für sich und Schemion musste sich mit Platz 5 zufriedengeben.

Nachdem auf Platz 3 Stephen Chidwick ausschied, begann das Heads-Up zwischen Julian Track und dem Griechen Georgious Sotiropoulos. Track begann das Duell zwar mit einer 4:3-Führung, hatte aber bereits den ganzen Tag mit einer Erkältung und Fieber zu kämpfen. Der Deutsche hatte wohl Bedenken ein langwieriges Heads-Up konzentriert durchzustehen und forcierte einen Deal. Hier verzichtete er auf €35,000 indem er (trotz Führung) einer Preisgeldteilung zustimmte. Die beiden Spieler erhielten jeweils €700,000 Euro und für den Sieger wurden €25,000 reserviert.

Trotz Deals ging die (Zeit-)Rechnung vom Hessen nicht auf. Sein Gegner lag zwar weit hinten, verteidigte seinen Stack aber wacker. Der Deutsche wiederum zeigte zwar körperliche Schwächen, wollte sich den Titel aber nicht mehr nehmen lassen. Das Turnier wurde zeitweise pausiert, damit Track wieder Kräfte sammeln konnte. Der 30-Jährige konnte um 2.30 Uhr die letzten Chips mit TT gegen QJ einsammeln und sich damit in den Kreis der „EPT-Titelträger“ eintragen.

Das Ergebnis im Überblick:

1. Julian Track – Deutschland – €725,700

2. Georgious Sotiropoulos – Griechenland – €700,000

3. Stephen Chidwick – Großbritannien – €378,000

4. Ka Kwan Lau – Spanien – €283,800

5. Ole Schemion – Deutschland – €218,300

6. Max Silver – Großbritannien – €160,200

7. Zdravko Duvnjak -Tschechien- €118,200

8. Jorma Nuutinen -Finnland- €84,600