eptmalta895 Spieler kauften sich in das Turnier ein und zahlten jeweils €5,300 Startgeld. Damit landeten über €4,3 Millionen im Preispool. Am Ende sicherte sich mit Jean Montury ein Franzose die Siegprämie in Höhe von €687,400.

Die EPT war zum ersten Mal auf Malta zu Gast und bot mit 69 Events ein Rundumsorglospaket in Sachen Pokerunterhaltung. Das Main-Event war natürlich das Sahnehäubchen der Series und entsprechend gut besucht/stark besetzt. Das Turnier war ohne Re-Entry-Möglichkeit konzipiert und somit hatten Pro’s wie Liv Boeree und Barny Boatman bereits am ersten Tag viel Freizeit beziehungsweise Chancen auf Cash-Games.

Entsprach der erste Starttag mit über 260 Teilnehmern den Erwartungen, war der Run am zweiten Tag enorm. Mehr als 600 Spieler stürmten die Registrierung und sorgten für zufriedene Gesichter bei den Veranstaltern.

Nach der zweiten Runde hatte sich das Teilnehmerfeld auf 186 Spieler reduziert. Die ersten 127 Plätze wurden bezahlt, verloren gingen in dieser Runde u.a. Philipp Gruissem, Ole Schemion, Theo Jorgensen und Vitaly Lunkin. Sam Tricket war zu diesem Zeitpunkt dem Chipleader Sam Chartier noch dicht auf den Fersen. Das Ranking verschob sich erwartungsgemäß in Runde 3.

Die Geldränge waren überraschend schnell erreicht, der Kanadier Chartier konnte die Führung nicht verteidigen und trat diese an den Spanier Javier Gomez ab. Mit 536k an Chips war Chartier allerdings noch gut für den nächsten Tag gerüstet. Das konnte Sam Tricket nicht von sich behaupten. Nach dem Erreichen der Geldränge gelang dem Briten nicht mehr viel und sein Stack schrumpfte von Orbit zu Orbit. Die restlichen Chips gingen mit 77 vs QQ verloren und ein reichlich entnervter Tricket verließ den Saal. Das gleiche Schicksal teilten u.a. Dan Smith, Jonathan Duhamel und Benny Spindler.

Nachdem sich am vierten Spieltag das Feld auf 23 Spieler verkleinert hatte, ging es in Runde 5 mit großen Schritten auf das Finale zu. Hierfür hatten sich am Ende immerhin zwei deutsche Spieler qualifiziert. Leider konnten diese nicht in den Titelkampf eingreifen.

Der letzte Tag sollte mit fast 15 Stunden Spielzeit zu einem richtigen Marathon werden. Davon bekam Hossein Ensan allerdings kaum etwas mit. Der Deutsche war extrem shortstacked an den letzten Tisch gekommen und scheiterte beim ersten Versuch des Aufdoppelns. Immerhin war das Trostpflaster für den finalen Kurzauftritt (nur 3 Hände im Finale) mit 153,700 Euro imposant. Der zweite deutsche Finalist schied auf dem vierten Platz aus. Stefan Schillhabel kassierte bereits 260,000 Euro.

Im Heads-Up traf der spätere Sieger mit Valentin Messina auf einen weiteren Franzosen. Montury hatte nur einen leichten Rückstand und die beiden Duellanten verständigten sich auf eine Preisgeldteilung entsprechend der Stacksizes. 100,000 Euro blieben als Siegprämie offen. Und um diese Summe kämpften die Spieler knapp 7 Stunden. Erst nach 147 Händen konnte Montury die Trophäe und das verbleibende Preisgeld gewinnen. Vorher hatte Messina 4 All-In-Situationen für sich entscheiden können. Damit war von beiden Heads-Up-Spielern ein starkes Nervenkostüm gefordert und bewiesen. Die Prämien waren also durchaus verdient.

Der 41-Jährige Golfplatzbesitzer und ehemalige Billard-Champion begann bereits in den 90er Jahren mit dem Pokerspiel und hat durchaus Ambitionen künftig professionell zu pokern. Mal sehen, wann wir wieder vom frischgebackenen EPT-Champ hören.

Das Endergebnis im Überblick (Preisgeld in USD):

1. Jean Montury – $750,769

2. Valentin Messina – $671,695

3. Dominik Panka – $379,316

4. Stefan Schillhabel – $284,515

5. Javier Gomez Zapatero – $224,226

6. Hossein Ensan – $167,869