Der Spieler aus Schweden gewann das Heads-Up gegen den 63-jährigen Griechen Georgios Karakousis.

Bereits am Tag 2 hatten sich die meisten Star-Spieler verabschieden müssen. Neben Michael Mizrachi und Barny Boatman mussten auch Liv Boeree, Marcel Luske, Dario Minieri, Vanessa Rousso sowie Phil Hellmuth gehen.

Nachdem die Late-Registration abgelaufen war, konnten die Veranstalter den Preispool bestimmen. 604 Spieler hatten sich insgesamt eingekauft und £2,929,400 in die Kasse gespült. Diese Summe wurde auf die Top 87 verteilt.

Highlight des dritten Spieltages war das Erreichen der Geldränge. 106 Spieler begannen die Runde und 45 Spieler waren zum Feierabend noch an den Tischen zu finden und wirkten erschöpft aber zufrieden.

Am Tag 4 reduzierte sich das Feld bereits auf 16 Spieler und es gingen die letzten Deutschen verloren. Auch prominente Namen waren nicht mehr im Feld, was natürlich die Qualität des Spiels nicht zwingend schmälern musste. Trotzdem bedauerlich, dass Dave Ulliot (31. Platz) und Shannon Shorr (28. Platz) auf der Strecke blieben. Immerhin verteilte sich das Medieninteresse nun auf sämtliche Spieler und jeder konnte damit seine Akzente setzen.

Als Chipleader begann der Australier Jeff Rossiter das Finale, die Zuschauer befeuerten allerdings die drei britischen Finalspieler Kully Sidhu, Ludovic Geilich und Leo McClean.

Die ersten beiden Bustouts kamen schnell, dann zog sich das Spiel allerdings in die Länge. McClean spielte heroisch als Shortstack und ließ sich nicht vom Tisch vertreiben. Während dieser Orbits durfte jeder der anderen Spieler einmal die Führung übernehmen.

Der Slowake Stefan Vagner brach den Fluch. Er interpretierte eine 3-Bet vom späteren Sieger fälschlicherweise als Squeeze-Play (Bluff) und pushte seinen Stack mit 30 BB und QJo in die Mitte. Gegen AKo hatte er nicht einmal die schlechtesten Chancen, ein Ass auf dem Board sorgte dann allerdings für klare Verhältnisse und den nächsten freien Stuhl.

Danach nahm das Spiel wieder Geschwindigkeit auf und besonders der Senior am Tisch überraschte durch aggressives Spiel. Der 63-jährige Grieche spielte keinesfalls tight wie zu erwarten, vielmehr war er einer der Aktivposten am Tisch und sorgte für große Pötte und Action. Karakousis hatte sich das Heads-Up gegen Ylitalo dementsprechend verdient. Auch wenn die Zuschauer sich hierfür von den frenetisch angefeuerten Lokalmatadoren verabschieden mussten. Auf Platz 3 verabschiedete sich Leo McClean, der für seinen Kampfgeist immerhin 250,000 britische Pfund kassierte.

Ylitalo der völlig unspektakulär agierte und scheinbar versehentlich in den richtigen Augenblicken die beste Hand hielt, hatte zeitweise bereits 70 Prozent der im Spiel befindlichen Chips vor sich. Zum Beginn des Duells lag er immer noch mit 111 zu 71 BB vorne. Nachdem er zweimal in rascher Folge AK auf der Hand hielt, hatte er die Führung weiter ausgebaut und als Karakousis mit A6 raiste, hielt der Schwede erneut AK und bekam nach seiner 3-Bet die restlichen Chips des Gegners in die Mitte. Auf dem Board ließ sich keine 6 sehen und für den gut agierenden griechischen Unternehmer war das Spiel aus, immerhin gab es £ 350,000 Belohnung.

Der 27-jährige Sieger freute sich über knapp 560,000 britische Pfund Prämie. Der unaufgeregte Spielstil des Schweden hatte sich schon in einem Massenevent der WSOP bezahlt gemacht, im Sommer kassierte er für einen 6. Platz in Vegas $92,550. Auch im Main-Event der WSOP zeigte Ylitalo einen langen Atem und schaffte es auf den 141. Platz. Demnächst werden sich die Gegner von diesem Spieler nicht mehr „einlullen“ lassen.