Zimnan Ziyard, hinter diesem klangvollen Namen verbirgt sich tatsächlich ein Brite und (nebenher) der EPT-Sieger in Loutraki.

Nachdem sich vier Spieler aus dem deutschsprachigen Raum an den Finaltisch spielen konnten, hoffte man insgeheim auf den nächsten Erfolg direkt nach dem WSOP-Main-Event. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wenn man – wie Puccini – mit KK in AA  läuft, ist ein Stack nunmal nicht viel Wert. Der Hamburger bestätigte diese Binsenweisheit und verabschiedete sich auf Platz 8.

Hauke Heseding und Florian Schleps schafften es unter die Top 4 um dann in den Blinds aneinander zu geraten. Treu nach dem Highlander-Motto „Es kann nur einen geben“ gab es einen Coinflip und Schleps verlor mit seinem Pocket-Paar (77) gegen AQ von Heseding.

Heseding ging als klarer Chipleader in den Dreikampf verlor allerdings einen großen Teil seines Stacks mit QQ vs AA an den späteren Turniersieger. Ziyard spielte seinen Stack grandios und dominierte die Orbits. Die Gegner konnten kaum etwas ausrichten und als Heseding seine letzten Chips mit 77 riskierte hielt der Shortstack (Taramas) ausgerechnet 88 und gewann. Mit nur 3 Bigblinds gab es nur noch eine Marschrichtung und die Double-Ups gelangen dem Deutschen tatsächlich. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit schaffte es der junge Berliner von ganz unten zurück an die Spitze.

Nachdem der Deutsche Tamaras vom Tisch nahm, begann das Heads-Up mit einer 3:1 Führung für Heseding. Allerdings war dessen Kartenglück zu dem Zeitpunkt offenbar verbraucht – Zyard konnte mit AK vs A7 die Führung übernehmen. Der Zweikampf dauerte zwei Stunden in der die Führung mehrfach wechselte. Am Ende scheiterte Heseding mit einem Bluff und der Brite durfte nach einem langen Finaltag jubeln. Hier das Ergebnis des Finaltisches im Überblick:

1. Zimnan Ziyard  €347.000

2. Hauke Heseding €221.800

3. John Taramas  €134.400

4. Florian Schleps €100.800

5. Pierre Mothes €67.200

6. Andras Kovacs  €53.700

7. Charalampos Kapernopoulos  €40.300

8. Mario Puccini €27.000