Die zehnte Saison ist mit großem Erfolg (sprich guter Resonanz) angelaufen. Für 50,000 Euro durften sich die Highroller im Casino Barcelona an die Tische setzen. 40 Teilnehmer von denen sich 11 erneut einkauften trieben den Preispool in die Höhe.

lunkinDie Veranstalter konnten stolze €2,448,765 auf 7 Geldränge verteilen. Der Mincash betrug €128,515 und der Sieger erhielt €771,300 in seine Pokerkasse.

Das Feld war mit Stars/Sharks gespickt und auf dem Weg in das Finale gingen Spieler wie Jason Mercier, Daniel Negreanu, Andrew Lichtenberger, Philipp Gruissem und Jonathan Duhamel verloren. Während diese Spieler den Platz räumen mussten und Chips liegen ließen, konnten sich wiederum Erik Seidel, Fabian Quoss, Steve O'Dwyer, David Benefield und Vitaly Lunkin die „herrenlosen“ Chips abgreifen und damit das Finale bestreiten.

Nachdem nach einer halben Stunde Bubbleplay mit Timothy Adams der Bubbleboy gefunden war, standen die Finalisten fest und die besten Voraussetzungen brachte als Chipleader Ole Schemion mit. Dieser erlebte am letzten Turniertag aber einen Albtraum, rannte 2x in AA und verlor seinen Stack in nur zwei Stunden. Vor ihm musste mit Fabian Quoss eine weitere deutsche Turnierhoffnung auf Platz 7 den Stuhl räumen.

Das Heads-Up spielte schließlich das Highroller-Urgestein Erik Seidel gegen Vitaly Lunkin. Seidel spielte – wie immer – fehlerfrei und begann das Duell mit einer respektablen Führung (8:3), die er ausbauen konnte. Lunkin, der sich schon am Tag 2 in das vordere Feld gespielt hatte und hier zu keiner Zeit etwas anbrennen ließ, behielt die Nerven und hielt gegen. Allerdings sah Seidel bereits wie der sichere Sieger aus, als Lunkin sich mit A7 aufdoppeln wollte und Seidel mit QQ einen leichten Call hatte. Ein Ass auf dem Board läutete dann aber die Wende ein. Lunkin musste die Führung zwar noch einmal abgeben, hatte aber weiter das Glück auf seiner Seite. Seidel riskierte seine Chips mit 66 als Lunkin KK hielt und daraus resultierte eine 5:1-Führung für den Russen. Der US-Spieler fand für seine letzten Chips mit KQ zwar eine gute Hand, hatte gegen A5 des Gegners aber erneut das Nachsehen.

Mit diesem Turniersieg hat Lunkin (Bild) nun bereits $5,5 Millionen an Preisgeldern erspielt. Seidel erhielt für den zweiten Platz über eine halbe Million und nähert sich weiter der 20 Millionen Karrieregewinn-Grenze.

Das Ergebnis im Überblick:

  1. Vitaly Lunkin – €771,300
  2. Erik Seidel – €557,100
  3. Steve O'Dwyer – €355,100
  4. Mike McDonald – €269,400
  5. David Benefield – €208,150
  6. Ole Schemion – €159,200
  7. Fabian Quoss – €128,515