Der Finne Aku Joentausta hatte seine Chipführung am dritten Turniertag verteidigt und mehr als eine Million Chips gesammelt. In der nächsten Runde musste er sich dann allerdings 54 Verfolgern stellen und geschlagen geben.

livboeMit Liv Boeree (Bild) und Sandra Naujoks waren noch zwei prominente Damen im Rennen und Boris Becker durfte weiter von seinem ersten großen Erfolg im Pokern träumen – zum ersten Mal hat er die Geldränge einer EPT erreicht und hatte Lust auf mehr 🙂

Für den Titelverteidiger Davidi Kitai lief es nicht so rosig. Der Triple-Crown-Gewinner begann die Runde zwar mit einem vorzeigbaren Stack, konnte aber keine Hände gewinnen und schied auf Platz 129 aus – die 8k Euro Geldprämie werden dem erfolgsverwöhnten Spieler nicht wirklich ein Trost gewesen sein.

Im Lauf des Tages platzte die Bubble. 32 machten den Weg zum Geld frei und mit Martin Hruby war der Unglücksrabe/Bubbleboy gefunden. Nach fast 4 Stunden Spielzeit verlor Hruby mit einem Drilling seinen Stack und ging als Letzter mit leeren Händen.

Am Tag 4 reduzierte sich das Feld von 55 auf nur noch 17 Spieler und die Spieler aus Deutschland setzten sich in Szene. Überraschend früh erwischte es auf Platz 31 den bisher dominierenden Joentausta. Er überschätzte sein TopPair (AJ mit Ass auf dem Board) und schob seinen Stack in Richtung Roman Herold. Dieser wurde mit TwoPair damit bestens ausgezahlt. Plötzlich war der Deutsche mit mehr als 2 Millionen Chips ausgestattet und konnte durch einen weiteren Riesenpott den Stack auf fast 4,5 Millionen spielen. Damit ist er Chipleader und auf alle Fälle Favorit für den Finaltisch.

Im verbleibenden Feld sind die deutschen Spieler sehr gut vertreten (8 von 17 Spielern). Leider schieden Boris Becker und Sandra Naujoks aus. Becker machte einen 3-Bet-Push mit AQ und musste sich vom Gegner KK und die Tür zeigen lassen. Naujoks war kurz davor (54. Platz) mit KJ in KQ gerannt. Für Boris Becker war der 49. Platz sein bisher bestes EPT-Ergebnis und der PokerStars-Werbeträger dürfte für die nächsten Events motiviert sein. Da es auch Liv Boeree erwischte (AK – Coinflip verloren), ist Olivier Busquet der prominenteste Spieler an den zwei Tischen – der Amerikaner ist mit 736k Chips munitioniert und sollte von den Buchmachern durchaus als Favorit für den letzten Tisch gehandelt werden.