PokerStars ist mit einem ganzen Geschwader des Pro-Teams in Nordfrankreich eingefallen. Trotz geballter Prominenz und einem moderaten Buy-In (€5,300) konnte die Teilnehmerzahl des Vorjahres allerdings nicht erreicht werden. Mit 782 Spielern ist das Feld aber durchaus annehmbar und der Preispool hat mit €3,753,600 ein sehr attraktives Niveau. Der Turniersieger wird sich über einen Scheck in Höhe von 770,000 Euro freuen.

Bereits am zweiten Tag kam man den 120 Geldrängen sehr nahe, nur 154 Spieler konnten zum Feierabend noch Chips eintüten. Während die Prominenz in Scharen ausschied, erreichte mit Andrei Stoenescu völlig überraschend ein Qualifikant den Chiplead.

Stoenescu ging aber bereits am Folgetag die Puste aus. Er verlor erst die Führung, dann den Anschluss zur Spitze und letztlich seinen gesamten Stack. Andersherum lief es für Shahaf Hadaya. Diesem gelang nahezu jede Aktion und er baute seinen Stack auf 1,2 Millionen Chips und damit zur Führung auf.

naujoksAuf dem Weg in die Geldränge gab es natürlich noch einige Enttäuschungen. Während Vanessa Rousso mit KK vs Ax per Badbeat ausschied, wartete Said Basri zu lange auf seine Chance. Mit nur noch 2,5 BB konnte er keine Foldequity für sich geltend machen. Mit KQs riskierte er den Push, fand 3 Caller die das Board durchcheckten und Basri damit zum Bubbleboy kürten.

Im Anschluss hagelte es dann All-Ins der Shortstacker und in nur 60 Minuten wurden weitere 30 Plätze frei. Ein immenses Tempo dem leider auch Sandra Naujoks (Bild) zum Opfer fiel.

Am Tag 4 traten damit noch 51 Spieler an, mit Cyril Andre konnte ein Franzose die Führung übernehmen. Ähnlich wie Stoenescu brachte die Führung auch Hadaya kein Glück. Das Glück vom Vortag hatte sich ins Gegenteil verkehrt. Wenn man mit KK in AA rennt und danach mit AJ in AQ macht Poker überhaupt keinen Spaß. Für den als Chipleader gestarteten war auf Platz 32 Endstation.

Insgesamt war es ein kurzer Arbeitstag für die Teilnehmer. Nach etwas mehr als 4 Stunden Spielzeit war das Feld auf 23 Spieler reduziert und der Veranstalter läutete zum Feierabend. Mit sechs Franzosen unter den Top 10 des Feldes stehen die Chancen auf einen Heimsieg gut.