Die EPT Berlin wird leider in der Pokergeschichte mit einem negativen Ereignis verknüpft bleiben …

Aber erst mal ein Schnelldurchlauf zum bisherigen Turnierverlauf: Den Tag 2 erreichten 484 Spieler und gegen Mitternacht konnten noch 124 Spieler Chips eintüten. Neben George Danzer schieden auch Benjamin Kang, Michael Keiner, Sebastian Ruthenberg,  Boris Becker, Katja Thater, Florian Langmann, Nasr El Nasr, Charlotte Roche und Vicky Coren aus.   Ungewöhnlich kurz war die Bubblephase. Innerhalb von 2 Händen flogen 4 Spieler aus dem Turnier und so sparten sich die Spieler das berüchtigte „Hand-for-Hand“.

Der dritte Tag war ebenfalls  noch „Business as Usual“. Das Feld wurde in neun Stunden auf 24 Spieler minimiert und der 29jährige Online-Pro Kevin –ImaLuckSac– MacPhee  hatte als Chipleader glänzende Aussichten für das Erreichen des Finaltisches.  Direkt auf den Fersen war ihm Theo Jorgensen und auch der bisher Führende Stefan Huber konnte sich im Spitzenfeld halten.  Mit  Johannes Strassmann und Jude Ainsworth sind weitere bekannte Pro’s im Rennen.

Nicht mehr dabei: Marcel Luske, Bruno Fitoussi und Max Pescatori.

Den verbleibenden Spieler wurde dann am Tag 4 mulmig. Neben dem bekannte Spielstress in Richtung Finaltable fand –zum ersten Mal in der Geschichte der EPT- ein Raubüberfall statt. Fünf oder Sechs maskierte und teilweise bewaffnete Männer stürmten in das Grand Hyatt. Die Täter waren ausschließlich auf das Geld in den Kassen fixiert und lieferten sich kleinere Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitspersonal. Es fielen zwar keine Schüsse –  Trotzdem entstand im Spielsaal natürlich ein Tumult. Ca. 500 Personen warfen sich unter die Spieltische und  viele Leute versuchten panisch die Notausgänge im hinteren Bereich zu erreichen. Da die Security vorsorglich das Licht im Saal gelöscht hatte, gab es manche Stürze und Schreie.

Insgesamt verlief der Überfall glimpflich. Es wurde niemand verletzt, die Täter entwischten der Polizei mit €800,000 Beute und der Spielbetrieb wurde nach 4 Stunden wieder aufgenommen.  Die Polizei wertet nun sämtliches Bildmaterial aus dem Casino aus und hofft so auf einen schnellen Fahndungserfolg.

Auf dem Weg zum Finale gingen dann folgende Spieler verloren:

Stefan Huber, der Schweizer konnte seinen bisherigen Turnierlauf leider nicht fortsetzen und musste sich mit dem 15. Platz und €25k Preisgeld zufrieden geben. Der PokerStars-Pro Jude Ainsworth konnte €23,500 für Platz 19 kassieren und dann den Flug in die irische Heimat buchen.  Auch Johannes Strassmann kassierte die €23,500 als er auf Platz 23 ausschied.

Hier die Finalisten inkl. Chipstacks im Überblick:

Marko Neumann — 2,185,000
Marc Inizan — 3,655,000
Kevin MacPhee — 6,070,000
Artur Wasek — 3,530,000
Marcel Koller — 3,590,000
Nico Behling — 960,000
Ketul Nathwani — 4,685,000
Ilari Tahkokallio — 3,940,000

Ab 12.00 Uhr beginnt der Live-Stream vom Finaltable. Hier der Link:

http://www.pokerstars.tv/channels/TPI/live.htm