Im Berliner Hyatt läuft das € 5,300 EPT-Event auf Hochtouren. Während die Organisation und Atmosphäre in diesem Jahr ohne Fehl und Tadel ist, wurden die Erwartungen der Veranstalter in Sachen Teilnehmerzahl am ersten Starttag nicht erfüllt. Am Tag 1a kauften sich 243 Spieler ein, im Vorjahr waren es immerhin 315 Teilnehmer. Die Organisatoren machten zu diesem Zeitpunkt lange Gesichter, fast 25% Einbußen innerhalb eines Jahres wären schon starker Tobak.

Am Tag 1b gab es dann aber den Mörderansturm. Hektik, zusätzliche Tische aber strahlende, zufriedene Gesichter waren die Folge. Mehr als 500 Spieler sprengten die Kapazitäten des Pokersaals. Mit neun zusätzlichen Tischen konnten aber alle Spieler untergebracht werden. Die Gesamtteilnehmerzahl kletterte auf 745 Spieler (Vorjahr 773) und der Preispool summiert sich auf €3,75 Millionen die auf die Top 112 Plätze ausgezahlt werden. Für den Turniersieger werden €825,000 auf den Scheck gedruckt.

Prominente Opfer der ersten Stunden waren neben Pius Heinz auch Juha Helppi, Yevgeniy Timoshenko, Fabrice Soulier, Live Boeree, Lex Veldhuis, Scott Seiver, Sebastian Ruthenberg, Johnny Lodden, Sandra Naujoks, Jonathan Duhamel und Steve O'Dwyer.

Am Ende der Starttage hatten sich 329 Spieler für die zweite Runde qualifiziert. Im Feld sind u.a. Viktor Blom, Jake Cody, ElkY, Barry Greenstein, Theo Jorgensen, Vanessa Selbst, Kevin MacPhee und Shaun Deeb.

Wenn man diese Namen liest, kann man bezüglich des Niveaus des Teilnehmerfeldes mit der Zunge schnalzen. Da darf man für die Amateure im Feld fast schon ein wenig Mitleid aufbringen. Aber …. im Poker ist alles möglich. Das zeigt unter anderem der Chipleader – der Türke Cengiz Ulusu konnte trotz der Sharks an den Tischen 242,800 Chips in den Stack spielen und führt das Feld in die zweite Runde.