Die Organisatoren der EPT scheinen vieles richtig zu machen. Anders kann man die Nachfrage nach Plätzen im Main-Event nicht deuten. Die 10. Saison fängt damit vielversprechend an und zeigt, dass das Interesse am Turnierpoker weiter vorhanden ist.

Sponsor PokerStars sorgt mit steigender Anzahl an Satellites/Packages für bezahlbare Tickets und mit verbesserter Berichterstattung (Live-Streams mit Hole-Cards) wird das Interesse und Prestige der Veranstaltungen weiter befeuert. Die Räder greifen also ineinander und das Konzept geht auf:

Insgesamt 1,234 Spieler kauften sich in das Main-Event ein und spielten um fast 6 Millionen Euro Preisgeld.

Der Sieger wird neben der Trophäe und Anerkennung auch einen Scheck in Höhe von €1,067,000 in Empfang nehmen. Bis dahin sind aber zahlreiche Orbits ohne schwerwiegende Fehler und mit ausreichend Kartenglück zu meistern.

Natürlich war fast das gesamte Pro-Team von PokerStars an den Tischen zu finden. Aber keiner schaffte es richtig durchzustarten. Auch wenn keiner im vorderen Feld notiert wurde, befanden sich einige bekannte Namen im 697 Spieler starken Feld, das den zweiten Tag beginnen durfte. Hier leerten sich die Plätze im Minutentakt und nach sechs Blindlevel (mit je 75 Minuten) waren nur noch 242 Spieler dabei.

Die ersten 183 Plätze wurden entlohnt, damit näherte sich die Bubblephase.

Mit Viktor Ramdin, Marvin Rettenmaier, David Benefield und Shannon Shorr gab es immer noch Prominenz im Feld, die allerdings weiterhin keine großen Stacks bauen konnte. Der Argentinier Paplo Alexander Tavitian zeigte den Routiniers, wie so etwas funktioniert. Er dominierte den zweiten Spieltag, sammelte insgesamt 465k Chips und begann Tag 3 als Chipleader.

Am Tag 3 ging es dann in die Vollen und der Argentinier ließ Federn. Am Ende hofften noch 79 verbleibende Spieler auf weiteres Turnierglück. Die Führung übernahm While Middleton der sich einen knappen Vorsprung vor Kevin Vandersmissen und Niall Farrell erspielen konnte. Bemerkenswertes am Rande: Mit Kent Lundmark, Dimitar Danchev und Mikalai Pobal sind noch drei Spieler im Feld, die bereits ein EPT-Main-Event gewinnen konnten. Bisher ist es keinem Spieler gelungen dieses Kunststück zu wiederholen. Die Chance ein Stück Pokergeschichte zu schreiben ist also noch vorhanden.

Der dritte Tag begann mit der Bubblephase und 52 Unglücksraben mussten gefunden werden. In diesem Feld war u.a. Dani Stern zu finden, Bubbleboy wurde Nuno Da Camara der sich allerdings nicht ärgerte. Der Spieler war nämlich am Tag 3 nicht erschienen und blindete aus. Den 183 Spielern in den Geldrängen wird der Grund für das Fernbleiben völlig egal sein.

Die restlichen Spieler dürfen nun den bestens bezahlten Finaltisch ins Visier nehmen. Das wird noch ein interessantes EPT-Wochenende.