Das Main-Event der PCA 2013 ist entschieden und der Bulgare Dimitar Danchev kassierte für den Sieg $1,859,000.

Insgesamt hatten sich 987 Spieler in das Turnier eingekauft und den Preispool damit auf $9,573,900 gebracht. Während der Sieger natürlich den Löwenanteil kassierte, wurden auch die restlichen Finalisten sehr gut bezahlt.

Bereits am vierten Tag konnte sich Danchev mit 4 Millionen Chips vom Feld absetzen. U.a.  nahm er den vorherigen Chipleader Patrick Kelly vom Tisch und sortierte dessen Chips in seinen Stack ein.  Als zum Feierabend der vierten Runde die Chips gezählt wurden, hatte der nächste Verfolger (Owen Crowe) mit 2,5 Millionen Chips schon einen deutlichen Rückstand. Mit nur 21 verbleibenden Spielern im Feld hatte Danchev also beste Voraussetzungen für das Erreichen des Finaltisches. Mit Spielern wie Robert Mizrachi und Jerry Wong im Verfolgerfeld, ist aber auch der größte Vorsprung kein Ruhekissen.

Immerhin schieden u.a. Greg Mueller, Carlos Mortensen, Jake Cody und Eugene Katchalov aus, es hätte für die verbleibenden Spieler also noch anspruchsvoller werden können 🙂

Am Tag 5 des Turniers hatten die verbleibenden 21 Spieler dann das Finale zum Greifen nahe. Mit Olivier Busquet und Robert Mizrachi schieden zwei prominente Favoriten aus. Jerry Wong wiederum hatte eine Lauf und spielte sich mit fast 7,5 Millionen Chips in Führung. Danchev musste Chips abgeben, schaffte es mit knapp 2 Millionen Chips aber in die letzte Runde. Ryan Fair erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Als sich das Feld bis auf den letzten Tisch reduziert hatte, führte er das Feld an. Dann stürzte für den Spieler der Himmel ein – er verlor nicht nur die Führung sondern den gesamten Stack und wurde zum Finaltable-Bubble-Boy. Turnierpoker ist schon ein hartes Brot und für depressive Charaktere definitiv nicht geeignet.

Unter den acht Finalisten waren drei Kanadier, die allerdings nicht bis zum Heads-Up kamen. In den ersten zwei Stunden taktierten die Spieler und schoben die Chips hin und her. Nach dem ersten Knock-Out (der Portugiese Joao Noguera hatte gegen MIcka's QQ mit A6 das Nachsehen) zog das Tempo an und die nächsten Plätze wurden schnell geräumt.

Der Chipleader Jerry Wong agierte souverän und konnte mit AJ vs 77 u.a. Jonathan Roy vom Tisch nehmen. Im Dreikampf zog der Profi aus Pittsburgh allerdings den Kürzeren. Wong riskierte seine Chips mit AQ nachdem er das Ass auf dem Flop getroffen hatte. Micka hielt mit einem Flushdraw gegen und konnte sich auf Turn und River auf 2Pair verbessern um Wongs Chips zu kassieren.

Das Heads-Up lief über zwei Stunden und entwickelte sich zu einem starken Duell zwischen dem Amerikaner und dem Bulgaren. Micka  gewann die meisten Pötte und spielte kontinuierlich Chips in seine Richtung. Danchev entschloss sich dann mit 22 zu einem All-In-Move und flippte gegen AK vom Micka – und zwar erfolgreich. Der nächste Coinflip (AQ vs 44) ging erneut an den Bulgaren, der das glückliche Ende des Duells damit für sich verbuchen durfte.

Der Endstand im Überblick:

  1. Dimitar Danchev – $1,859,000
  2. Joel Micka – $1,190,000
  3. Jerry Wong – $725,000
  4. Jonathan Roy – $560,000
  5. Owen Crowe – $435,000
  6. Andrey Shatilov – $325,000
  7. Yann Dion – $230,000
  8. Joao Nogueira – $165,900