paganoAm zweiten Turniertag wurden die Geldränge nicht erreicht aber immerhin dünnte sich das Feld von 546 auf 178 Spieler aus. Leider musste sich viel Prominenz verabschieden. Neben Scotty Nguyen verspielten auch Kara Scott, Vanessa Rousso, Praz Bansi, Antoine Saout, Arnaud Mattern, Nacho Barbero und Jake Cody die letzten Chips.

Der Engländer Martins Ardeniya vervielfachte seinen Stack im Laufe der Orbits und durfte das restliche Feld am dritten Tag mit mehr als 500k Chips  anführen. Mit Luca Pagano (Foto) schaffte es ein einzelner PokerStarsPro in die Runde 3.

Am nächsten Tag wurden im dritten Blindlevel die Geldränge erreicht. Mit Erreichen des Preisgeldes hatte Pagano zum 20. Mal bei EPT-Turnieren gecasht und ist mit diesem beindruckenden Fakt Rekordhalter. Natürlich sind seine Ziele größer gesteckt und alles blieb möglich … Pagano baute seinen Stack von 172k auf 344k aus. Während es bei dem Pro also anständig lief, hatte der Tscheche Ondrej Vinklarek das Glück auf seiner Seite. Er addierte Pot um Pot in seinen Stack, knackte die 1 Million-Chipgrenze und ging als Chipleader in Runde 4.

Am vierten Turniertag waren noch 54 Teilnehmer spielberechtigt – davon sollten es nur 24 in Tag 5 schaffen. Vinklarek der am Vortag das Glück gepachtet hatte, vergaß offensichtlich den Pachtvertrag zu verlängern. Pagano übernahm den Part … zumindest spricht das Spielergebnis für diese wilde Theorie. Der PokerStarsPro verzehnfachte seine Chips und übernahm die Führung. Damit konnte er es zum 7. Mal an einen Finaltisch der EPT schaffen und eventuell seinen ersten Titel zu gewinnen. Auf alle Fälle wird es für die Führung im EPT-All-Time-Leaderboard reichen. Hier wird der Italiener den bisherigen Spitzenreiter Bertrand Grospellier ablösen.

Mit Sam Phomveha und Martins Adeniya schieden zwei ehemalige Chipleader aus dem Turnier aus … eine deutliche Führung gibt eben weder Sicherheit noch Garantien sondern nur gute Startbedingungen.

Die letzten 3 Tische wurden schliesslich in der fünften Runde noch mal besetzt und nach weiteren 6 Stunden Spielzeit standen die Finalisten fest.

Der Franzose Paul Guichard wird den Endspurt führend beginnen. Für Pagano lief es im direkten Vergleich zur vierten Runde eher enttäuschend. Immerhin behielt er die Nerven und verteidigte 2 Millionen Chips die er an den Finaltisch bringen wird.

Alle Finalisten haben 67,200 Euro Preisgeld sicher und hoffen natürlich auf die Siegprämie in Höhe von 875,000 Euro. Neben Pagano bringt auch der französische Profi Yorane Kerignard Finaltisch-Erfahrung mit in die letzte Runde.

Ob Pagano sein Meisterstück abliefert oder doch einer der Franzosen den Titel im Lande hält bleibt spannend – aber so soll ein Pokerturnier auch sein.

Das Finale wird übrigens über Pokerstars.tv gestreamt.

Hier noch die Finalisten inklusive Stack im Überblick.

Bruno Jais  3,450,000

Mick Graydon   960,000

Olivier Rogez  4,415,000

Vuong Than Trong  2,570,000

Vadzim Kursevich  5,670,000

Paul Guichard  5,955,000

Luca Pagano  2,010,000

Yorane Kerignard  1,680,000