Mittwoch, 01. Februar 2012 um 16:46 Uhr
Nach der PCA und den Aussie Millions geht es in nun für die Turnierspieler nach Frankreich. PokerStars lädt zum EPT-Event und bereits am ersten Starttag fanden sich 339 interessierte Spieler und kauften sich ein. Der Start.Stack kostete 5,300 Euro und im letzten Jahr wurde der Sieger mit 880,000 Euro entlohnt. Ob es auch in diesem Jahr ein so hohes Preisgeld geben wird, zeigt sich natürlich erst mit dem zweiten Starttag. Hier rechnen die Verantwortlichen mit knapp 700 weiteren Anmeldungen und damit wäre das Vorjahr sogar übertroffen.
221 schafften den Sprung in die zweite Runde und dürfen weiterhin Zeit im schmucken französischen Städtchen verbringen. Während der Chipleader Kristijonas Andrulis erfolgreich an den Tischen agierte und gute Voraussetzungen für einen guten Turnierverlauf schuf, kämpften sich Kara Scott und Arnaud Mattern knapp in die zweite Runde. Mit kleinem Stack werden diese Zwei schnell das Kartenglück testen müssen. Dem Führenden aus Litauen ist mit Philipp Ma ein Franzose dicht auf den Fersen. Weitere Landsleute folgen auf den Plätzen 3 und 4. Vielleicht bleibt der Titel in Frankreich ... aber noch ist es zu früh für Prognosen und die gehen beim Poker sowieso selten auf.
Deshalb zurück zu den Fakten: Neben Jonathan Duhamel schied auch Shaun Deeb aus. Damit sind zwei Topspieler und damit Favoriten bereits aus dem Rennen.
Montag, 16. Januar 2012 um 16:10 Uhr
Im Main-Event ging es um das große Geld. Am Finaltisch startete John Dibella mit mittlerem Stack. Der Amateur hatte sich über ein $1k-Satellite ein Turnierticket erspielt und zog damit am Ende den Hauptgewinn. Der Familienvater aus den USA schaffte es durch das 1.072-Spielerfeld bis an den letzten Tisch. Dort war die Chipführung in den Händen von drei gestandenen Pokerpro's. Aber auch im Finale behielt er Nerven und Kartenglück und freute sich über eine Siegprämie von $1,775,000.
Im Finale zeigte Faraz Jaka erneut wie man aktiv pokert. Und wer Action gibt hat bei guten Händen auch die Chancen auf große Pötte. Als Jaka Pocket-Jacks hielt riskierte Dibella mit 44 seinen gesamten Stack und war damit zu 80% aus dem Turnier. Bereits auf dem Flop ließ sich eine 4 sehen und der Zieleinlauf vom glücklichen Amateur begann. Dibella hatte bereits am Vortag mit 99 gegen KK der Wahrscheinlichkeit ein Schnippchen geschlagen und Lee Goldman damit zum Finaltable-Bubbleboy degradiert. Jaka, der das gesamte Turnier dominierte, hatte aber noch Chips im Stack und rappelte sich erneut auf. Er eliminierte mit Xuan Liu die verbliebene Frau des Turniers um dann an Kyle Julius mit KJs vs AK zu scheitern. Mit AJ riskierte der Pro dann als Shortstack seine Chips und verlor diese an Julius der mit KT ein Königspaar floppte.
Dibella ging mit einer anständigen Führung in‘s Heads-Up. Mit 3,2 Millionen Dollar im Preispool verständigten sich die letzten Zwei vorab auf einen Deal .... für jeden wurden 1,5 Millionen reserviert und die verbleibenden $275k wurden für den Sieger ausgelobt. Dibella baute während des Duells die Führung weiter aus und mit 3:1 Vorsprung ging es in die letzte Hand. Hier versuchte Julius mit 96o einen Move und baute bis zum River einen Pot. Dibella hielt mit einem Flushdraw gegen und traf am River tatsächlich das ersehnte Kreuz. Bingo - Dibella setzte und Julius versuchte genau diesen Flush zu repräsentieren und pushte. Nach dem Instacall war das Turnier beendet und Julius wird sich über den vorab getätigten Deal freuen.
Hier ein letzter Blick auf das Resultat:
1. John Dibella $1,775,000
2. Kyle Julius $1,500,000
3. Faraz Jaka $755,000
4. Xuan Liu $600,000
5. Mark Drover $468,000
6. Anthony Gregg $364,000
7. David Bernstein $260,000
8. Ruben Visser $156,400
Highroller-Event:
An den letzten Tagen der Turnierserie kamen noch mal die Highroller auf ihre Kosten. Für $25k gab es den Startstack. betuchte Gegner inklusive. Ingesamt kauften sich 56 Spieler ein und nach 10 Stunden Spielzeit waren u.a. Randy Lew, Isaac Haxton und Jonathan Duhamel am Finaltisch angekommen.
Duhamel schaffte es in das Heads-Up gegen den Ukrainer Alex Bilokur. Der Sieg, die Trophäe und der Scheck ($1,134,930) gingen nach einem interessanten Duell an den jungen Ukrainier. Jonathan Duhamel kann trotz des zweiten Platzes auf erfolgreiche Wochen in der Karibik zurückschauen. Neben dem Sieg im $5k NLHE-8-max machte er einen vierten Platz beim Super-Highroller und den zweiten Platz im Highroller. Der Ex-Weltmeister hat den Raubüberfall scheinbar besser als erwartet verdaut.
Donnerstag, 12. Januar 2012 um 19:15 Uhr
Faraz Jaka sichert sich erneut die Spitzenposition.
Auch wenn er phasenweise den Chiplead anderen Spielern überließ war er trotzdem kontinuierlich im Spitzenfeld zu finden. Nachdem sich das Feld auf 24 Spieler reduzierte hat sich „the Toilet“ eine anständige Führung erspielt und hofft auf ein Start-Ziel-Finish. In diesem Event bekommt der Kalifornier die passenden Karten zum richtigen Zeitpunkt. Mit einer geriverten Straight eliminerte er Lawrence Greenberg und im Anschluß beförderte er Barry Greenstein vom Platz. Wenn diese Strähne hält, ist ihm der 2-Millionen-Scheck sicher.
Für das Team PokerStars war es ein rabenschwarzer Tag, keiner schaffte es in die nächste Runde. Titelverteidiger Galen Hall schied auf Platz 64 aus und mit dem Profigolfer Sergio Garcia und Yevgeniy Timoshenko schieden weitere Promis aus. Nach knapp 6 Stunden Spielzeit wurden die Spieler in den Feierabend entlassen.
Hier die aktuellen Top 10:
1. Faraz Jaka (Bild) – 4,114,000
2. Alex Fitzgerald – 2,709,000
3. Phil D’Auteuil – 2,280,000
4. Anthony Gregg – 2,142,000
5. Byron Kaverman – 2,136,000
6. Sam Greenwoood – 2,109,000
7. Kyle Julius – 1,818,000
8. Lee Goldman – 1,760,000
9. Martin Jacobson – 1,627,000
10. Maksim Semishenko – 1,446,000
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