Donnerstag, 16. Mai 2013 um 15:33 Uhr
Das hatte sich Jason Mercier mit seinem immensen Chiplead sicherlich anders vorgestellt, am Ende freute sich der Deutsche Spieler Max Altergott über Titel und Riesenprämie.
Altergott ist Online im Heads-Up in den hohen Limits unterwegs. In Live-Turnieren konnte "altiFC" bisher keine Erfolge vorweisen. Mit diesem Sieg ist der 22jährige Deutsche, der in Österreich lebt, nun allerdings bekannt wie ein bunter Hund und wird es in Zukunft an den Tischen sicher nicht leichter haben.
Nachdem es im Finale zuerst den Kanadier Mike Watson erwischte (KQ vs AA), räumte 90 Minuten später Scott Seiver seinen Platz. Seiver konnte seinen Stack weder mit 77 vs KJ noch mit 99 vs AQ vergrößern und hat sich in Sachen Spielweise nichts vorzuwerfen - ohne Glück ist kein Blumentopf zu gewinnen.
Der Russe Troyanovsky hatte eine Viertelstunde danach mit KQ gegen AJ von Sorel Mizzi das Nachsehen und sorgte mit seinem Ausscheiden für den Dreikampf Altergott vs. Mizzi vs Mercier.
Altergott hatte den Vorsprung von Mercier im Lauf der Orbits nicht nur aufgeholt, sondern den Amerikaner knapp überholt. Auch Mizzi hatte noch einen anständigen Stack und man durfte mit einem längeren Finale rechnen. Trotz hoher Preisgeldsumme und recht ausgeglichener Stacks wurde kein Deal verhandelt und damit blieb die Spannung vollständig erhalten.
Nach ca. einer Stunde probierte Mizzi dann ebenfalls sein Glück mit KQ in einem Coinflip. Diese Kartenkombination stand an diesem Tag allerdings unter keinem guten Stern und mit JJ konnte sich Altergott weitere Chips „einverleiben“.
Das Heads-Up begann deshalb mit einer 7:5 Führung des Deutschen. Mercier verlor zu Anfang weiter an Boden, konnte sich aber zurückkämpfen und die Stacks ausgleichen. Nach einer Stunde Zweikampf zeigte Altergott Nerven, verlor einen Pot und musste Mercier die Führung überlassen. Glücklicherweise gewann der Deutsche dann eine „Schlüsselhand“ in der Mercier 14 Outs verpasste. Mit diesem Pot war eine deutliche Führung erspielt und die Vorentscheidung gefallen. Mercier konnte sich tatsächlich nicht mehr aufbauen. Der Amerikaner verlor seinen Stack innerhalb der nächsten 30 Minuten mit K7 vs. QQ und T6 vs J9.
Das Endergebnis:
- Max Altergott - €1,746,400
- Jason Mercier - €1,115,700
- Sorel Mizzi - €679,100
- Timothy Adams - €485,100
- Vladimir Troyanovsky - €339,500
- Scott Seiver - €266,900
- Mike Watson - €218,300
Mittwoch, 15. Mai 2013 um 16:04 Uhr
Neben dem Main-Event gab es noch zwei Highroller-Events und ein "Million-Dollar-Cash-Game" war geplant.
Das Cash-Game lockte neben Viktor Blom, Isaac Haxton und Sam Tricket auch zwei britische Geschäftsmänner an. Da die Nachfrage etwas hinter den Erwartungen zurückblieb, betrug das Buy-In dann doch "lediglich" €500,000. Der 49jährige Talal Shakerchi hatte in dieser Runde das Nachsehen und verlor eine Million Euro. Bei einem geschätzten Vermögen von 100 Millionen Pfund lässt sich der Verlust wohl verschmerzen. Nutznießer dieser Pechsträhne war hauptsächlich Isaac Haxton der am Ende des Cash-Games Chips im Wert von 1,5 Millionen Euro vor sich hatte.
Das €25k-Highroller-EPT Turnier gewann Steven Silverman.
Natürlich strömten in Monaco noch einmal die großen Namen an die EPT-Tische. Auf dem Weg in das Finale gingen u.a. Olivier Busquet und Viktor Blom verloren.
Am letzten Tisch schied Vanessa Selbst auf dem vierten Platz aus. Die aggressiv aufspielende Amerikanerin wurde zwar nicht beim Bluff erwischt und lag mit QQ am Flop deutlich vorne, musste sich aber auf dem River schlagen lassen und verpasste deshalb knapp den Deal um die hohen Summen. Die letzten 3 Spieler verständigten sich nach Selbst‘ Ausscheiden auf eine Teilung des Preisgeldes und ließen lediglich 15k für den Sieger in der Mitte. Deshalb gab es folgendes Ergebnis. Das restliche Spiel war deshalb ohne große Höhepunkte und ging so aus:
- Steven Silverman - €775,400
- Tony Gregg - €760,000
- Fadar Kamar - €760,000
- Vanessa Selbst - €290,300
- Toby Lewis - €232,400
- Chris Moore - €193,500
- Igor Kurganov - €154,700
- Victor Sbrissa - €116,100
Im Super-High-Roller-Event für €100k liegt nach zwei Spieltagen Jason Mercier (Bild) vorne.
Nach dem ersten Spieltag hatte Mercier mit 1,183,000 Chips als einziger Spieler die Millionengrenze geknackt. Im Verfolgerfeld befanden sich neben Sorel Mizzi (885k) und Fabian Quoss (797k) auch Scott Seiver, Sam Tricket und Erik Seidel.
Am zweiten Tag wurde das Feld auf nur noch sieben Spieler ausgesiebt und Mercier baute seine Führung weiter aus. Mit 4,1 Millionen Chips bringt er fast doppelt so viele Chips wie die Verfolger Vladimir Troyanovsky (Russland), Sorel Mizzi (Kanada) und Max Altergott (Deutschland) mit an den Tisch. Mit Scott Seiver ist ein weiterer erfahrener Finalist am Start ... der muss in diesem Teilnehmerkreis und mit nur 625k im Stack allerdings mächtig zaubern.
Insgesamt kauften sich in das Event 45 Spieler ein und mit den Rebuys summiert sich das Preisgeld auf knapp 5 Millionen Euro. Für den Sieg sind €1,746,400 ausgelobt und auch der zweite Platz ist mit €1,115,700 hoch dotiert. Den größten Teil der Prämie finanzierte übrigens Phil Ivey. Der kaufte sich 3x in das Turnier ein, konnte aber seine Stacks allerdings nicht verteidigen.
Montag, 13. Mai 2013 um 16:51 Uhr
Der Amerikaner O'Dwyer begann den extrem hochkarätig besetzten Finaltisch als Chipleader und durfte sich am Ende über die Siegprämie in Höhe von 1,2 Millionen Euro freuen.
Mit Jake Cody, Daniel Negreanu, Johnny Lodden, Noah Schwartz und Jason Mercier waren Promis am Start denen auch mit kleinem Stack alles zuzutrauen war. Umso imposanter ist der Erfolg vom in Las Vegas lebenden O'Dwyer.
Betrachtet man noch die Namen, die kurz vor dem Finaltisch ausschieden (Freddy Deeb 9. Platz , John Juanda 11. Platz, Victor Ramdin 13. Platz, Andrew Lichtenberger 14. Platz), können einem die teilnehmenden Amateure noch im Nachhinein leidtun :-) In diesem Turnier wurden definitiv keine Chips verschenkt sondern hart erkämpft.
Und die Namen bürgten auch in diesem Fall für Qualität. Die Action war fantastisch und jeder Spieler konnte mit großen Pötten punkten und sorgte damit für einen spannenden Pokertag.
Für Jason Mercier lief nicht viel zusammen und auf Platz 7 war Feierabend. Negreanu nahm in einem Streich Jake Cody und Noah Schwartz vom Tisch. Kid Poker konnte diese Serie aber nicht fortsetzen und räumte stattdessen selber seinen Stuhl nach verlorenem Coinflip. Negreanu muss seine Triple-Crown Ambitionen also in die nächste EPT-Saison verschieben und wird dieses Ziel sicherlich ganz oben in die "To-Do-Liste" einreihen.
Nachdem - der lange im Turnier dominierende - Johnny Lodden auf Platz 3 ausschied, begann der Chipleader vom Tag 4 - Andrew Pantling - mit einem knappen Vorsprung das Heads-Up. Beide Kontrahenten spielten konzentriert und effektiv. Die Führung wechselte mehrfach aber ein größerer Vorsprung ließ sich von keinem der Beiden erarbeiten. Nach der "Dinner-Break" kam Pantling etwas übermotiviert zurück an den Tisch, er überspielte eine Hand und damit konnte O'Dwyer einen großen Pot gewinnen und den Gegner massiv unter Druck setzen. O'Dwyer hatte in der Pause offenbar die richtigen Berater gesprochen. Er agierte sehr cool und spielte seine Führung souverän ... Pantling versuchte mit einem Flush-Draw wieder ins Spiel zu kommen, schob die Chips in die Mitte, traf nicht und verpasste den Titel knapp. O'Dwyer hatte ein Set 8er gefloppt und hatte einen leichten Call. Er bekam auf dem Turn sogar noch Quads serviert und stand damit als glücklicher Sieger fest - Für Pantling gab es für den zweiten Platz beachtliche € 842,000 Trostpreis.
Hier das Ergebnis im Überblick:
- Steve O'Dwyer - €1,224,000
- Andrew Pantling - €842,000
- Johnny Lodden - €467,000
- Daniel Negreanu - €321,000
- Jake Cody - €251,000
- Noah Schwartz - €189,000
- Jason Mercier - €137,000
- Grant Levy - €103,000
Donnerstag, 09. Mai 2013 um 19:30 Uhr
Die ersten Tage im großen Finale Monte Carlo sind gespielt und die Action ist wie erwartet hochklassig. Am ersten Starttag blieb der Ansturm auf die Tische allerdings hinter den Erwartungen zurück. Lediglich 108 Teilnehmer nutzten Tag 1a (Vorjahr 273). Am Starttag schlug sich Boris Becker bis zur letzten Hand durch, verlor dann aber seine Chips und konnte seinen guten Lauf aus dem vorherigen EPT-Event leider nicht wiederholen.
Am Tag 1b gab es dann den erhofften Run auf die Tische und mit 423 Spielern wuchs das Teilnehmerfeld immerhin auf 533 Spieler. Damit wurde der Vorjahreswert zwar nicht erreicht ... aber unzufriedene Gesichter gab es keine.
Lange Gesichter machten allerdings die ausgeschiedenen Spieler. Dazu zählten Kevin MacPhee, Max Lykov, Ivan Demidov, Vanessa Selbst, Gus Hansen, Chris Moneymaker, Viktor Blom, Scott Seiver und Patrik Antonius.
Nach Tag 2 hat sich Norwegens Pokerexport Johnny Lodden die Führung erspielt und darf mit 605k Chips im Stack auf den Finaltisch hoffen. Ebenfalls mit großen Stacks ausgestattet und damit direkte Verfolger von Lodden sind Noah Schwartz, Steve O‘Dwyer, Freddy Deeb, Daniel Negreanu und Jason Mercier.
Und diese Namen sind natürlich bei so einem Event nur die Spitze des Eisbergs. Im Rennen und niemals zu unterschätzen sind auch Chad Brown, Victor Ramdin, Ville Wahlbeck, Andrew Lichtenberger, Annette Obrestad, John Juanda und „Brit-Proll“ Luke Schwartz.
Auch am zweiten Turniertag mussten bekannte Pro‘s die Stühle räumen: Barry Greenstein, Marcel Luske, Humberto Brenes und Vicky Coren sind hier zu nennen.
Am dritten Tag geht es für die 105 Spieler in Richtung Geldränge und vielleicht gibt es einen prominenten Bubbleboy ... ab Platz 80 darf man aufatmen.
Dienstag, 07. Mai 2013 um 15:25 Uhr
Mit dem Start des Finales der neunten Ausgabe der EPT in Monte Carlo, haben die Veranstalter den offiziellen Turnierplan der zehnten Saison veröffentlicht.
Es wird acht Events geben, und zwar in Barcelona, London, Prag, den Bahamas, Deauville, Berlin, San Remo und Monte Carlo.
Insgesamt gibt es also keine gravierenden Änderungen am bewährten Ablauf der Serie. Allerdings wurde erneut Feintuning betrieben. Die Termine für London und San Remo wurden z. B. verlegt und San Remo ist zeitlich nun so gelegt, dass den Spielern nach diesem Turnier eine direkte Weiterreise nach Monaco möglich ist.
Die neue Saison beginnt bereits im August in Barcelona und in Berlin geht die EPT-Action schon im März 2014 los.
Satellites sind ab Mitte Mai bei Pokerstars in der Lobby zu finden.
Hier die Tourdaten im Detail:
28.08.13 - 07.09.13 - Barcelona
02.10.13 - 12.10.13 - London
08.12.13 - 18.12.13 - Prag
03.01.14 - 12.01.14 - Bahamas (PCA)
22.01.14 - 01.02.14 - Deauville
12.03.14 - 22.03.14 - Berlin
06.04.14 - 16.04.14 - San Remo
23.04.14 - 02.05.14 - Monte Carlo
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