Braceletsieger #1Die 47. Ausgabe der WSOP ist Rio Hotel & Casino in Las Vegas gestartet. Vom 01. Juni bis zum 18. Juli werden 69 Turniere gespielt, es brennt also wieder einmal die Luft. 

Die hohen Temperaturen halten natürlich wieder keinen Spieler davon ab, um die Bracelets zu spielen, warum auch, das Rio setzt die Klimaanlage wie üblich massiv ein und kühlt den Saal in Richtung milder Winter. Enthusiastisch werteten die Spieler im Vorfeld den Turnierplan aus. Nach jedem Bust-Out lockt bereits die weitere Chance auf eine der beliebten Trophäen und nicht verplante Leerlaufphasen möchte man vermeiden. Spielergemeinschaften haben sich gefunden und Anteile verhandelt, Wetten wurden geschlossen, die Motivation geht also wie üblich durch die Decke.

Jedes Jahr versuchen die Veranstalter, das Mega-Event durch kleine Änderungen zu optimieren. In diesem Jahr

  •  werden die Startzeiten der Turniere etwas vorverlegt.
  •  ist die Auszahlungsstruktur von 10% auf 15% des Teilnehmerfeldes angepasst.
  •  gönnt man den Championship-Turnieren größere Startstacks (50k statt 30k).
  •  erreicht man in diversen Turnieren bereits am ersten Tag die Geldränge.
  •  gibt es eine höher Zahl von Re-Entry-Turnieren.
  •  werden bereits ab dem 3. Blindlevel Antes fällig.
  •  werden mit einem Team-Event und einem Top-Up-Turbo zwei neue Varianten eingeführt und damit für noch mehr Abwechslung gesorgt.
Weltmeister 2015

Weltmeister 2015

Joe McKeehen (Bild) durfte als amtierender Weltmeister, die Series mit dem obligatorischen „shuffle up and deal“ eröffnen. Ab den 10. Juli beginnt das Main-Event und damit die Suche nach seinem Nachfolger. Die Finalisten werden wie in den Vorjahren im Juli gefunden, das Finale spielen die letzten Neun dann im November. Eine Titelverteidigung ist zwar nicht ausgeschlossen, aber kaum jemand würde Geld drauf verwetten.

Natürlich begann die Series auch in diesem Jahr mit dem „$565 Casino Employess NLHE-Event“. 731 Angestellte der Kasinos wechselten die Seite und versuchten ihr Glück als Spieler. Das erste Bracelet gewann Christopher Sand (Foto oben). Der 45-Jährige freute sich nicht nur über das Schmuckstück, sondern auch über die Siegprämie in Höhe von $75.157.

Ein erster Höhepunkt ist zurzeit in vollem Gange. Das „Colossus II“ kostete ebenfalls $565 Eintritt, bot aber Re-Entries und eine Preisgeldgarantie von 7 Millionen Dollar! Diese Aussicht lockte 21.613 Teilnehmer an die Tische. Für diese riesige Menge an Spielern waren sechs „Starting-Flights“ und ein entsprechend hoher Organisationsaufwand nötig. Die Veranstalter haben vom Event im letzten Jahr gelernt und dafür gesorgt, dass die Abläufe für diesen Spieleransturm optimiert wurden. Tatsächlich gab es kaum Probleme und Unmutsäußerungen.

Im letzten Jahr waren zwar einige Hundert weiterer Spieler an die Tische gekommen (22.374), das garantierte Preisgeld wurde aber trotzdem locker erreicht bzw. Überschritten. Im Preispool warten $10.806.500 auf Verteilung. Die besten 3.245 Spieler werden bezahlt, so viele Spieler wie nie zuvor in einem WSOP-Event. Der Sieger dieses Turniers wird mindestens eine Million Dollar kassieren.

Die WSOP macht Millionäre, Schlagzeilen, Spaß und Werbung für das Pokerspiel.

Shuffle up & Deal.
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