Die Goldgräberzeiten sind eindeutig vorbei und die Anbieter selektieren den Mitarbeiterstab. Besonders deutlich wird dies im Bereich der Sponsorenverträge. Wurden diese noch vor einigen Jahren nach dem Gießkannenprinzip vergeben, werden inzwischen nur noch wenige neue Verträge geschlossen. Dafür werden viele alte Verträge – auch mit bekannten Namen – nicht verlängert.

Nicht von ungefähr ist ein prominenter Spieler wie Phil Hellmut nach dem unrühmlichen Ende von Ultimate Bet weiterhin ohne ein „Online-Zuhause“.

PokerStars hat als Marktführer selbstverständlich das größte Budget für das eigene Team mit Poker-Pro’s. Allerdings wird auch dort inzwischen sehr genau hingeschaut. Der Anbieter hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die Wirkung der Pokerspieler in den sozialen Netzwerken zu analysieren. Neben Facebook wurden auch Twitter, YouTube und Instagram einbezogen und das Ergebnis für den Spitzenplatz ist nicht überraschend.

Daniel Negreanu zieht die größte Aufmerksamkeit auf sich, das spiegelt sich in 306,000 Twitter-Follower und 122,000 Facebook-Fans. Denen wird von dem extrem extrovertierten Kanadier in hoher Regelmäßigkeit auch etwas geboten. Überraschender ist deshalb der zweite Platz. Den belegt nämlich Phil Ivey. Dieser hat sich zwar ein wenig den Medien zugewandt, ist im Vergleich zu Negreanu aber eher als stumm zu bezeichnen. Ivey hat mit 957k Followern auf Twitter und 194k Facebook-Fans deutlich mehr Potenzial. Da er aber weniger aktiv als Negreanu ist, belegt Ivey den zweiten Platz.

Auf dem dritten Platz ist Liv Boeree gelistet. Gutes Aussehen hat wirklich noch niemanden geschadet. Allerdings ist dies bei Boeree nur eine Nebenwirkung. Die Spielerin hat reichlich Kompetenz im Pokerspiel und kann mit ihrer erfrischend offenen Art bei den Fans punkten.

Auf den Plätzen vier und fünf folgen Joe Hachem und Jason Mercier. Während Mercier ebenfalls das PokerStars-Logo trägt, ist Hachem inzwischen nicht mehr unter Vertrag. Da scheint dem Marktführer also ein Fehler passiert zu sein.

Das Interesse an Phil Ivey dürfte bei Stars gestiegen sein, allerdings ist zu unterstellen, dass ein Vertrag nicht gerade günstig werden dürfte 🙂

Phil Hellmut ist in der Liste übrigens auf Platz 10 geführt. Bei dem Pokerbrat ist aber immer fraglich, ob die Aufmerksamkeit die er erfährt, positive Resonanz mit sich bringt. Teilweise langt Hellmuth mit seinem Geltungsdrang auch mächtig ins Klo.