Es ist ein offenes Geheimnis das PokerNews.com durch den Black Friday in's Straucheln geriet. Die News-Seite finanziert(e) sich hauptsächlich als Affiliate und vermittelte bis zum bitteren Ende primär Full Tilt-Accounts. Da der bekanntlich Anbieter zahlungsunfähig die Tore schloß, durften die Affiliates hohe Beträge an „Mittlergebühren“ abschreiben.

In der Post-Black-Friday-Ära arbeiteten PokerStars und PokerNews eng zusammen. Die Berichterstattung der EPT und auch der LAPT belegen die enge Verzahnung. Hier wurden Berichte der News-Redaktion teilweise 1:1 in den PokerStars Blog übernommen.

Nun scheint PokerStars die Firma insgesamt übernehmen zu wollen. Der Marktführer vereinnahmte im letzten Jahr bereits PokerPages.com und versucht als Marktführer weitere Synergien in der Branche zu nutzen/kaufen. Während ein Kauf von Full Tilt schon wegen der brachliegenden Spielergelder positiv bewertet wird, scheiden sich die Geister beim Aufkauf von Medien.

Pessimisten befürchten eine Monopolstellung mit entsprechend negativen Auswirkungen. Befürworter weisen auf die Zuverlässigkeit des Anbieters hin. Während diverse Anbieter Skandale produzierten bzw. in Grauzonen agier(t)en war auf Stars auch in schwierigen Zeiten Verlass.

Fakt ist: Alle Affiliates sind in der Berichterstattung nicht völlig frei. Wenn man sich aber an einen Anbieter bindet, mutiert man zum Sprachrohr einer Firma und dies hat mit einer – von der Pokercommunity gewünschten – Berichterstattung nichts mehr zu tun.