dwanDurrrr gehörte bereits 2009 zum „Full-Tilt-Kader“ und überstand die Krisen- u. Skandalzeit des Anbieters ohne Schaden und Ansehensverlust. Im Gegenteil, durch offene Worte in Interviews sammelte er Sympathien, während die breite Masse des Profi-Teams untertauchte.Beim reboot der Seite gehörte er deshalb zum auserwählten Kreis der gesponserten Spieler und war mit Gus Hansen und Viktor Blom das Aushängeschild der Seite.

Während Blom und Hansen (mit unterschiedlichem Erfolg) viele Hände auf der Plattform spielen und regelmäßig für Medieninteresse sorgen, war es um Dwan still geworden. In Interviews äußerte er sich durchaus kritisch (auf lange Sicht wäre Poker nicht befriedigend) und seine Online-Präsenz war eher dürftig. Wenn es Schlagzeilen gab, dann über stockende Challenges oder Live-Cash-Games in Macau.

Auch bei den letzten Werbeaktionen von Full Tilt glänzte Dwan durch Abwesenheit bzw. mit einem um Stunden verspäteten Auftauchen zum Termin (London Heads-Up-Battle).

Nun haben Anbieter und Spieler die Konsequenzen gezogen und den Sponsorenvertrag auslaufen lassen. Man tauschte die üblichen, höflichen Floskeln aus und geht getrennte Wege.

Für die Community ist das aktuelle Verhalten von Durrrr rätselhaft. Einige munkeln, dass der Highroller broke sei, in der Challenge gegen Daniel Cates wurde auch seit Monaten keine Hand gespielt. Nach aktuellem Reglement sind pro Monat $10k an Strafe vorgesehen, ob Cates dieses Geld irgendwann erhalten wird steht in den Sternen. In einem Interview meinte Cates, Dwan würde sämtliche Anfragen unbeantwortet lassen und er sei am Ende seines Lateins.

Eine mysteriöse Entwicklung ist es auf alle Fälle. Andere Spieler hoffen auf einen großen Sponsorenvertrag und Dwan schlägt diesen Glücksfall in den Wind. Vielleicht ist dies allerdings auch eine vernünftige Entscheidung. Sollte er im Live-Game seine Stärken sehen und in die lukrativsten Partien eingeladen werden, wäre dies vermutlich eine lukrative Entscheidung. Schaut man in Richtung Gus Hansen, der bei den Live-Events absahnte und online blutet, muss man Dwan also noch lange nicht abschreiben und kann vielleicht später zur Entwicklung/Entscheidung gratulieren.

In dem Fall würde auch Daniel Cates profitieren, ein liquider Dwan könnte sich dann aus der Challenge „rauskaufen“