Das „U.S. Immigration and Customs Enforcement“ (ICE) führt seit 2003 die „Operation Predator“ durch. Ziel ist es ausländische Straftäter zum Wohle der amerikanischen Kinder und Jugend in deren Heimatländer abzuschieben. Seit 2003 gab es bereits 5.000 solcher Abschiebungen. 
 
sheik 
 
Nun hat der ICE den professionellen Pokerspieler Sean Sheikan im Visier. Sheikan wurde 1995 weg. „Körperverletzung und sexuellen Mißbrauchs eines Kindes“ verurteilt. Für die Tat wanderte er 9 Monate in's Gefängnis und war 5 Jahre auf Bewährung. Auch wenn sich der Haftgrund furchtbar anhört, ganz so dramatisch war das Vergehen nicht. Sheikan hatte sexuellen Kontakt zu einer 17jährigen die sich als 20jährig ausgab. 
 
Sheikan hat also seine Strafe verbüßt, ist aktuell mit einer Amerikanerin verheiratet und hat ein kleines Kind. Das ist allerdings kein Grund für den ICE das Verfahren einzustellen. Im Gegenteil: Der Pokermillionär gerät mächtig unter Druck. Am 30. August wurde er für 5 Tage inhaftiert und kam nur auf Kaution wieder auf freien Fuß. Für Ende Oktober ist nun eine Anhörung angesetzt bis dahin ist jedes Ergebnis denkbar. Deshalb hat sich Sheikan inzwischen die Dienste von David Chesnoff gesichert. Chesnoff war bereits der Anwalt von Crispin Leyser der eine Beteiligung vom Preisgeld des WSOP-Main-Events 2006 von Jamie Gold erstritt. 
 
Chesnoff teilte mit, dass alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Beispielsweise könnte der Fall aus 1995 nochmals ganz neu aufgerollt werden. Chesnoff will dies mit mangelhafter Rechtsberatung von Sheikan zum damaligen Zeitpunkt begründen. Sheikan hat seine Strafe verbüßt und anschließend sollten einem die Fehler nicht ein Leben lang verfolgen, so Chesnoff weiter. Der Rechtsanwalt weist auch darauf hin, dass man sich auf die Al-Qaeda konzentrieren sollte anstelle anständige Bürger zu malträtieren. 
 
quelle: pokerolymp. und cardplayer.com