Peter Eastgate hatte bekanntlich sein Main-Event-Bracelet über Ebay verkauft und den Erlös gespendet. Der Verkaufspreis lag bei $147,500 und der Käufer blieb allerdings anonym und das Bracelet verschwand. Ein Jahr später outet sich Willie Haughey als Käufer.

Haughey hat es als Geschäftsmann in Schottland zu stattlichem Reichtum gebracht aber sich vom Geld den Charakter nicht verderben lassen. Im Interview berichtet er, dass er von der Versteigerung über einen Link bei PokerStars erfuhr. Sein Interesse wurde geweckt, weil Eastgate den Erlös für einen wohltätigen Zweck spendete. Haughey begeisterte sich für die Idee, hatte aber nicht vor das Armband zu tragen, stattdessen verwahrte er es und will es nun einem Museum oder für eine andere Aktion (bspw. einem Wohltätigkeitsturnier) zur Verfügung stellen.

Der Millionär ist im Heimatland sehr beliebt und hat in den letzten Jahren über 5 Millionen Pfund gespendet. Nach 25jährigem Unternehmertum hat er sich aus der täglichen Arbeit zurückgezogen. Obwohl er keine finanziellen Sorgen hat, reizt ihn das Pokerspiel. Besonders die sozialen, psychologischen Aspekte begeistern ihn. Mit seiner Frau bereist er bereits seit 7 Jahren zahlreiche Pokerlocations und trotz seines Amateurstatus konnte er bereits achtbare Erfolge erzielen –  sowohl bei der WSOP, EPT und WSOP-E Events erreichte er die Geldränge also gute Platzierungen.

Er ärgert sich über das Bild das von den Medien über die Pokerwelt/-spieler verbreitet wird und welches leider durch schwarze Schafe wie Full Tilt und Cereus bestätigt wird. Durch seine Spenden und die Rückführung des Bracelets möchte er ein positives Zeichen setzen und die Pokergemeinschaft so präsentieren wie sie tatsächlich ist, interessiert, smart,  offen und für das Pokerspiel begeistert. Die wirklichen Pokerspieler haben mit dem Klischee des „Zockers“ nichts gemein und es ist unsere Aufgabe dies deutlich zu machen, so der sympathische Millionär im Interview.