Der Ex-Weltmeister Pius Heinz ist nicht mehr als Vertragsspieler bei Star gelistet. Ein offizielles Statement der Beteiligten steht allerdings noch aus. Welche Seite den Vertrag nicht verlängern wollte, ist damit nicht bekannt. Vermutlich wird es in den nächsten Tagen eine der standardisierten Presseerklärungen geben: „Spieler und Seite bedanken sich artig für die Zusammenarbeit und wünschen sich das Beste“ 🙂

Obwohl Heinz auch ohne Sponsorenvertrag ein paar Monate über die Runden kommen sollte  – Der junge Pro hat bei der WSOP schließlich 8,7 Millionen Dollar gewonnen – ist der Zeitpunkt für eine solche Vertragsauflösung allerdings seltsam gewählt. PokerStars bemüht sich gerade in Deutschland mit frisch erworbener Lizenz als Online-Anbieter die rechtliche Grauzone zu verlassen. Damit könnte dann frei geworben werden, um neue Kunden in Deutschland zu gewinnen. Ein deutscher Weltmeister wäre gerade in dieser Phase „eigentlich“ ein tolles Werbeargument. Vielleicht sah dies auch Pius Heinz so und pokerte bei den Vertragsverhandlungen zu hoch?

casinoStars ist auch in Sachen US-Markt aktiv. Die Gerüchte um den Kauf eines Casinos bestätigten sich und die Verantwortlichen haben ein Kaufangebot für das Atlantic Club Casino unterbreitet. Das Casino hatte ein sehr schlechtes Vorjahr und machte 2012 in den ersten 9 Monaten $13,6 Millionen Verlust.

PokerStars sieht im Ankauf des Casinos die Chance auf eine Rückkehr in den US-Markt. New Jersey könnte in Sachen Gesetzgebung (ähnlich wie Schleswig Holstein) vorpreschen und neue Fakten schaffen. Auf alle Fälle benötigen künftige Online-Anbieter als Geschäftsfundament reale Casinos/Unternehmungen.

Das Atlantic-Club-Casino wäre nicht nur durch den Bundesstaat, sondern auch durch die finanzielle Entwicklung ein Schnäppchen. In 2005 wurde das Casino noch für $513 Millionen gehandelt … in 2012 dürften die Kaufangebote eher bei der $50 Millionen-Marke liegen.

Für die Abwicklung des Deals ist noch die Genehmigung der zuständigen Behörden erforderlich. Das kann bis zu vier Monate dauern. Bis dahin zittern ca. 2000 Beschäftigte des Casinos um ihren Job.