Spiel und Sport etablieren ein eigenes Vokabular das teilweise auch ausserhalb der Interessengruppe zu einem gesellschaftlichen Allgemeingut wird. Wenn sich World of Warcraft Spieler unterhalten, ist für den Normalsterblichen klingonisch mindestens ebensogut verständlich. Erfahrene Pokerspieler können aber locker  kontern.

Während es einige Redensarten aus dem Pokersport in die Allgemeinheit geschafft haben (bspw. bluffen, Pokerface) sind viele Begriffe nur den Insidern bekannt. Gerade die Nicknamen der einzelnen Holecard-Kombinationen sind fantasievoll und nicht dem Ottonormalbürger bekannt.

Einige Namen haben eine symbolischen Ursprung. Z.B. 22 = Ducks / AA = Rockets / 44 = Sailboats / 88 = Snowman. Andere haben den Ursprung in besonderen Ereignissen. T2 wird bspw. „Brunson“ genannt weil Doyle Brunson 2x in Folge mit dieser Hand das WSOP Main-Event gewann.

Auch TV-Serien oder Schauspieler müssen für Kartenkombinationen herhalten. TJ wird gern T.J. Hooker genannt und KJ wird oftmals Kojak gesprochen. 86 darf man Maxwell Smart rufen (Agent 86). Aktuell wird 24 gerade als Jack Bauer (Serienheld in 24) etabliert. Zwei Könige nennen sich KingKong (auch Cowboys). QT darf an Quentin Tarantio erinnern und 44 als Dirty Harry an Clint Eastwood (der eine entsprechend kalibrige Magnum trug).

Der Sportsektor wurde natürlich ebenfalls nicht ausgelassen. Das AK mit Anna Kournikova schon unerträglich oft in Zusammenhang gebracht wurde ist nervig … schöne Grüße an dieser Stelle an die deutschen Moderatoren. 99 wird „Gretzky“ gerufen, da der Eishockeyspieler mit dieser Rückennummer Karriere machte. 23 gehört dem Basketballspieler Michael Jordan. 49 nennt sich „San Francisco“ (49ers) oder auch „Joe Montana“ der berühmte Quarterback des Vereins.

Weitere Namen aus dem öffentlichen Leben: QQ = „Hilton Sisters“ (Nicole and Paris Hilton). J5 = „The Jackson Five“. 66 = „Route 66“ auch „Kicks“ genannt.
Firmen oder Produkte fehlen ebenfalls nicht: AA = American Airlines / 57 = Heinz / TT = Audi oder QT = Q-Tip.