Die Auseinandersetzung zwischen Mensch und Maschine übte bereits zu Zeiten der ersten Schachcomputer/-programme eine große Faszination aus. Seit Jahren wird die künstliche Intelligenz mit steigendem Erfolg an die Pokertische gebracht.

Während es im Bereich der No-Limit-Varianten keine überzeugenden Ergebnisse der Bots gibt, sieht es im Bereich vom Limit-Hold’em anders aus. Hier spielen Poker-Automaten erfolgreich gegen Menschen und die Programmierer sind davon überzeugt, dass die Limit-Variante als gelöst angesehen werden kann.

Nun tritt mit Claudico der Pokerbot der Carnegie Mellon University an, um der Menschheit die Überlegenheit der Maschinen zu demonstrieren. Als »humane Speerspitze« der Pokerkunst haben sich Doug Polk, Dong Kim, Bjorn Li und Jason Les vereint. Wird es den Pokerprofis gelingen, den Menschen die Pokerhoheit zu bewahren?

Im Rivers Casino läuft die Challenge über 13 Tage. Jeweils 750 Hände sind pro Tag von den einzelnen Spielern zu absolvieren, am Ende sind dann 20.000 Hände gespielt. Wie bei Pokerbot-Challenges üblich, wird ausschließlich Heads-Up-Limit-Hold’em gespielt.

Die Spieler haben eine Antrittsprämie von jeweils 100K Dollar in Aussicht. Die Motivation gute Ergebnisse zu liefern ist ausgeprägt. Doug Polk freute sich im Vorfeld auf die Partie. Er wird sich auf den Computer als Gegner einstellen, indem er sich auf die reine Spieltheorie beschränkt und oft seine Strategie wechselt. Die psychologische Komponente, die bei menschlichen Spielern eine große Rolle spielt, kann er in diesem Match komplett ignorieren.

Die Taktik scheint übrigens aufzugehen, nach 12.000 Händen liegen die Spieler fast $60k vorne 🙂 »Skynet« als Horrorszenario von James Cameron könnte also noch auf sich warten lassen.