iveyEs ging um mehr als 12 Millionen Dollar und das Crockfords Casino kann aufatmen.

Das Gericht in London entschied für das Casino obwohl der Richter in der Urteilsverkündung Phil Ivey als ehrlichen Zeugen bezeichnete.

Wie bekannt, hatte der bekannte Pokerspieler in dem Casino von fehlerhaften Kartendecks profitiert. Durch Auffälligkeiten der Kartenrückseite konnte er die Karten „lesen“ und sich einen Vorteil verschaffen, der für den Millionengewinn reichte. Das Casino verweigerte allerdings die Auszahlung die Ivey einklagte.

Ivey sah die Schuld beim Casino. Die Spielstätte hätte dafür Sorge zu tragen, dass die Spielgeräte einen solchen Missbrauch ausschließen. Wären solche Karten an den Pokertischen im Einsatz, hätten andere Spieler das Versäumnis eventuell teuer bezahlen müssen. In diesem Fall war lediglich der Verursacher nämlich das Casino der Geschädigte. Als professioneller Spieler wäre es seine Aufgabe jede Möglichkeit zu nutzen, um den Hausvorteil des Casinos aufzuheben. Hierfür hätte er keine illegalen Methoden angewandt, das Casino sollte deshalb die Spielschulden auszahlen.

Der Jurist des Rockfords vertrat wiederum die Auffassung, dass das sogenannte „Edge-Sorting“ die Grundprämisse des Spiels aushebelt und deshalb kein Spielvertrag zustande kam.

Dieser Meinung schloss sich das Gericht zum Leidwesen Phil Iveys an. Für den Richter ist das Lesen der Kartenrückseite eine Betrugsart und ein Anspruch auf den damit illegal erspielten Gewinn habe der Spieler deshalb nicht.

Nun sollte Ivey hoffen, dass die nächste gerichtliche Auseinandersetzung besser für ihn ausgeht. Das Borgata verklagte ihn auf $9,6 Millionen Dollar. Diese Summe soll er mit gleicher Methode bereits 2012 erspielt haben. Hier ist der Gewinn allerdings ausgezahlt worden … eine Niederlage würde also ein großes Loch in die Bankroll des Spielers reißen.