einige Neuigkeiten die über das Pfingstwochenende über den Äther „tickerten“.

Doyle Brunson als „Attention-Whore“? Nachdem er via Twitter den Verzicht auf die anstrengenden WSOP-Turniere erklärte, rudert Texas-Dolly nun zurück. Seine Twitter-Botschaft wäre falsch interpretiert worden. Er befürchtet, dass er keine Turniere spielen könne. Ob dem so ist, entscheidet Brunson kurz vorher. Wenn er gesundheitlich auf dem Damm ist und sich gutes Poker zutraue, stünde einem Turnier nichts im Wege.

Scheinbar hat es noch einen Main-Event-Gewinner erwischt. Jamie Gold versteigert sein Bracelet im August via „Heritage Auctions“. Nachdem bereits Jerry Yang in Geldprobleme geriet, munkelt man nun Jamie Gold sei pleite. Der Weltmeister aus dem Jahr 2006 hatte 12 Millionen Dollar gewonnen und musste wegen eines vermeintlichen Deals direkt um die Auszahlung kämpfen. Nachdem der Rechtsstreit durch eine außergerichtliche Einigung beendet wurde (Summen wurden nicht publik – aber 6 Millionen wurden von der Gegenpartei gefordert), verlor Gold in den Cashgames hohe Summen. Ungedeckte Schecks aus früheren Jahren (2011) und nun die Versteigerung des Bracelets befeuern das Gerücht über die Insolvenz.

Annie Duke verzettelt sich beim Statement. Nachdem der UB-Skandal wieder in die Schlagzeilen geriet und Phil Hellmuth sofort mit einem nachvollziehbaren Statement an die Öffentlichkeit ging, zog Annie Duke nun via Twitter und Facebook nach. Duke distanziert sich von Hamilton und Pierson und will in dem Betrug nicht verwickelt sein. Sie habe weder Zugriff auf die Holecards gehabt noch gewusst, dass ein solches Tool existiert.

Vor einigen Tagen gab Duke allerdings zu, dass Sie als Kommentator einiger UB-Turniere mit 15-minütiger Verzögerung die Holecards präsentiert bekam. Die Möglichkeiten der Einsichtnahme dürften also nicht ganz so unbekannt wie vermeldet gewesen sein. Dass ihr Lebensgefährte ohne große Pokererfahrung ein Millionen-Dollar-Turnier auf UB gewann und dabei 2771 Spieler aus dem Feld schlug, ist vielleicht auch nicht vertrauensfördernd … vermutlich ist in dieser Angelegenheit noch nicht die letzte Zeile geschrieben.

partouche.fr schließt die Pforten. Der Name Partouche wurde lange Zeit als Käufer für Full-Tilt-Poker gehandelt. Am Ende kam alles anders und nach dem Ende der Partouche Poker Tour wird nun auch das Online-Angebot eingestellt.

Auf der Seite spielen durchschnittlich 160 Spieler und diese Kunden werden sicher eine brauchbare Alternative finden. Nach den Skandalen (Preispool im Live-Turnier, Full-Tilt-Flop, schlechtes Management bzgl. Betrugsverdacht bei den Events) dürfte sich die Trauer über das Ende des Anbieters in Grenzen halten.

Patrick Partouche wird diese Entscheidung wahrscheinlich mit hohen Steuern für Gamblingseiten und Beschränkung des Spielangebotes auf Frankreich zurückführen … am Ende stimmt immerhin das Ergebnis 🙂

Ultimate Poker darf sich im Durchschnitt über 150 Echtgeldspieler freuen. Das ist für das Unternehmen, das nur für Spieler aus Nevada zugänglich ist, durchaus als Erfolg einzustufen. Die Verantwortlichen arbeiten weiter daran Vertrauen für das Unternehmen aufzubauen. Die Fehlentscheidung bezüglich der Zusammenarbeit mit „iovation“ wurde inzwischen korrigiert. Der Anbieter hat die Zusammenarbeit aufgekündigt. Die von Greg Pierson (…UB-Skandal…) geleitete Firma ist nun nicht mehr mit dem Ultimate-Angebot verbandelt. Hoffentlich bleibt dies die letzte Panne auf dem Weg zum US-Online-Poker-Markt.