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Neuigkeiten zum missglückten Kartendesign der WSOP
Am ersten Turniertag der WSOP wurden bis zur ersten Pause neudesignte Karten eingesetzt. Nachdem sich die Spieler zahlreich und lautstark (viele Grüße an Mike Matusow) beschwerten, wurden die Decks bereits in der ersten Turnierpause gegen klassisch designte Decks ausgetauscht. 
 
Heute hatte die "United States Playing Card Company" zu einem Treffen in der Stadthalle eingeladen. Es sollte über das neue Kartendesign und mögliche Verbesserungen diskutiert werden. Leider haben sich zwar viele Profis über das Design aufgeregt, erschienen sind nur einige. 
 
Jason Lockwood, Geschäftsführer der USPC freute sich dennoch über die erschienenen Teilnehmer und hoffte auf eine fruchtbare Diskussion. Anfangs führte er aus, weshalb es zu einem neuen Design kam und was damit beabsichtigt war. 
 
In den letzten WSOP-Turnieren gab es wiederkehrende Probleme mit den Spielkarten. Einige bekamen schnell Macken und wurden unansehnlich. Durch die Gebrauchsspuren stieg die Markierungsgefahr und einige Spieler befürchteten Betrugsversuche. Da immer mehr Amateure an den Turnieren teilnehmen, wollte man den unerfahrenen Spielern eine Hilfestellung geben. Durch das neue Design sollte es den Nachbarn schwerer gemacht werden, die Karten zu identifizieren. Weiterhin sollten die Karten auf dem Board für den ganzen Tisch leichter lesbar werden. 
 
Aus verschiedenen Design-Vorschlägen entschied sich die USPC für ein Design mit angewinkelten Symbolen in den Ecken. Durch den Winkel mussten die Symbole allerdings kleiner gedruckt werden (das benachteiligt Spieler mit Sehbehinderungen). Die Ähnlichkeit zwischen 6en und 9en kam noch erschwerend dazu. 
 
kem 
 
Die Einführung der Karten war dann allerdings suboptimal, so Lockwood. Die Karten wurden lediglich 10 Tage in der Praxis getestet und ein grösseres Feedback fehlte leider. Das gab es dann allerdings im ersten Event der WSOP mit der hinlänglich bekannten, negativen Aussenwirkung. Auch wenn die Einführung des Designs unglücklich lief, die Absichten waren einfach und klar: Schutz der Holecards für den Einzelspieler und bessere Lesbarkeits des Boards. 
 
Der Ablauf der Kartenentwicklung inklusive Testphase und Praxiseinsatz wird für die Zukunft überarbeitet. Das entwickelte Kartendeck wird trotzdem auch in den Verkauf gehen. Natürlich werden die bisherigen Kritikpunkte weitgehend berücksichtigt und Fehler beseitigt. Lockwood meinte, dass die meisten Spieler von dem neuen Design profitieren. Allerdings hätte jeder Pro seine Eigenart beim Ansehen der Holecards und möchte diese liebgewordenen Gewohnheiten natürlich nicht ändern. 
 
Demnach könnte man bei jeder kleinen Änderung mit einem Aufschrei rechnen. Das Jammern ist groß und steht oftmals nicht in geeigneter Relation zum Anlaß. Dies wurde auch in der Versammlung deutlich. Wenn die Profis tatsächlich so betroffen sind, warum hat es dann kaum einer in die Veranstaltung geschafft? 
 
quelle: Pokerlistings.com
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