Maxim Lykov verlässt Russland. Lykov, einer der erfolgreichsten Turnierspieler der Welt, äußerte sich mehrfach kritisch in Sachen Heimatland. Während eine große Verbundenheit zu Land und Leuten besteht, sieht er die aktuelle politische Lage kritisch. Der Team PokerStars Pro hat nun das Land verlassen und zieht vorerst nach Riga, also in das Heimatland seiner Frau Anya. Mittelfristig könnte er sich auch in Berlin oder Amsterdam heimisch fühlen.

 

The Gambler bekommt ein Remake. Kurz nachdem die Fortsetzung für Rounders angekündigt wurde, gibt es weitere gute Nachrichten für Fans von Film und Glücksspiel. Der Klassiker aus dem Jahr 1974, in dem James Caan in die Rolle eines Spielers schlüpfte, wird mit Mark Wahlberg und Jessica Lange neu aufgelegt. Das Remake hatte gute Kritiken, es gibt also gute Chancen auf einen modernen Klassiker. Allerdings besteht auch das Risiko grandios zu scheitern … ein Coinflip?

 

„Live Ace“ schließt die Pforten. Der Online-Pokerraum startete im August in 31 US-Staaten mit einem neuen Konzept. Es wurde ausschließlich Cash-Game angeboten und die Kunden bekamen kostenlos Chips in den Account. Wenn man diese gewinnbringend einsetzte, konnte man Cash-Preis ersteigern. Abonnementen sollten für knapp 20 Dollar monatlich zusätzliche Chips in den Account bekommen und damit die Gewinnchancen steigern. Trotz Angebotsmangel auf dem US-Markt konnte Live-Ace mit diesem Konzept keine Kunden generieren. Der Betrieb wurde inzwischen eingestellt.

 

888poker auf Platz 2. Zum Jahresende überrascht ein Blick auf die Traffic-Zahlen von PokerScout.com. PokerStars ist natürlich weiterhin unangefochten die Nummer 1 im Pokergeschäft, auf den zweiten Platz hat sich nun aber 888poker festgesetzt. Full Tilt konnte zwar stark beginnen, verlor im Lauf der letzten Monate allerdings Spieler. iPoker ist mit durchschnittlich 2,400 Spielern auf Augenhöhe mit Tilt, 888poker freut sich über 2,600 Kunden im Schnitt. PartyPoker dürfte mit ca. 2,000 Kunden eher unzufrieden sein. Die gesamte Branche ächzt unter dem Negativtrend der letzten Jahre, auch in diesem Jahr schrumpften die Spielerzahlen ( im Vergleich zum Vorjahr um 13%).

 

Online Poker auf dem US-Markt. Lt. aktueller Umfrage wünschen sich 65 Prozent der Amerikaner eine Legalisierung vom Online-Poker. Da stellt sich die Frage, wann die Politiker den Wünschen der Wähler nachkommen werden. Immerhin laufen bereits in New Jersey und Nevada wieder virtuelle Partien, bei den US-Spielern kann PartyPoker punkten. Ca. 50% der US-Kunden nutzen das Angebot von Party.Borgata. Sollte die Legalisierung voranschreiten, könnte das Traffic-Ranking also neu gemischt werden.

 

Gus Hansen im Clinch mit SallyWoo. Der gute Vorsatz von Gus Hansen für 2014 dürfte sein, das Jahr 2013 möglichst schnell zu vergessen. Sein Downswing war furchterregend und die $8,4 Millionen Verlust zerren am Nervenkostüm. Bei einer Online-Partie gegen SallyWoo wirft der Däne dem Kontrahenten vor, während eines Disconnects statt zu warten erhöht zu haben und mit diesem Verstoß gegen die Netikette $4k verdient zu haben. Im weiteren Chat unterstellt Hansen die Nutzung eines Omaha-8-Hilfsprogramms, den Vorwurf zu betrügen kann sich der Full Tilt Pro immerhin verkneifen.

 

Ehrlich währt (hoffentlich) am längsten. Ein Taxifahrer in Las Vegas staunte nicht schlecht. Ein Pokerspieler vergaß seine Tasche auf dem Rücksitz und darin befanden sich $300k. Obwohl der Taxifahrer nicht im Geld schwimmt, suchte er den rechtmäßigen Besitzer und der PokerPro durfte sich über die Mühe des ehrlichen Finders freuen. Ein anständiges Trinkgeld sollte hier das Mindeste gewesen sein.

 

Daniel Negreanu ist Spieler des Jahres 2013. Dem Aushängeschild von PokerStars gelang ein sensationelles Jahr. In den Turnieren gewann der 39-jährige Profi zwei Turniere, zwei Bracelets und in Verbindung mit diversen weiteren Cashes, Prämien von über $3,2 Millionen. Sowohl Cardplayer, Bluff Magazine, Global Poker Index und auch die WSOP kürten den Kanadier zum Spieler des Jahres. Das wird schwer zu toppen sein, herzlichen Glückwunsch.