Unibet mit eigener Plattform. Bisher ist der Anbieter im Microgaming Poker Network zu finden. Dies soll sich ab 2014 ändern. Daniel Eskola, Gaming-Chef bei Unibet, will den Spaß in den Vordergrund rücken. Der Fokus soll auch hier wieder auf Freizeitspieler ausgerichtet werden. Mit aufwendigen Grafiken, Zielen und Achievements soll der Hobbyspieler an die Plattform gebunden werden. Die Software soll inkompatibel zu den verbreiteten Poker-HUDs sein und damit die Grinder fernhalten. Anonyme Tische wie bei Bodog wird es zwar nicht geben, den Spielern ist aber ein Wechsel der Avatare und Screennamen möglich.

 

Full Tilt Poker mit Youtube-Kanal. Damals, als Poker noch in der Boom-Phase war, gab es diverse von Full Tilt gesponsorte TV-Shows. Neue Pokerfans können die Shows nun auf einem eigenen YouTube-Kanal für sich entdecken. Alte Hasen schauen die alten Folgen von „Poker After Dark“, „Late Night Poker“ oder dem „Million Dollar Cash Game“ und schwelgen in Erinnerungen.

 

PartyPoker wendet neuen Streik durch Zugeständnisse ab. Der Anbieter ist durch die letzten Anpassungen mit den Grindern der Seite aneinandergeraten. Während sich die Freizeitspieler über die Anpassungen eher freuen dürfen, haben die Regulars kürzlich erste Änderungen durch einen „Sit-Out-Streik“ erreicht. Hinsichtlich des Bonus-Systems und dem Umgang mit beschlagnahmten Geldern (bei Betrugsversuchen) gibt es weiterhin Konflikte. Die Kunden formierten sich bereits auf TwoPlusTwo zum erneuten Streik, als die Verantwortlichen für diese Probleme Lösungen in 2014 ankündigten.

 

Loni Harwood disqualifiziert sich für Online-Sponsorenverträge. Harwood hat im Live-Poker einige Erfolge feiern dürfen, im Juli gewann die Spielerin u.a. ein Bracelet in der WSOP und kassierte hierfür ein Preisgeld von $609,017. Insbesondere für Frauen winken in der Folge lukrative Möglichkeiten durch Sponsorenverträge bei Online-Pokeranbietern. Mit einer Twitter-Meldung hat sich die junge Spielerin nun wohl alle Chancen in diese Richtung verbaut. „Ich spiele nicht Online, für meinen Aufenthalt in Montreal habe ich lediglich einen geliehenen Account genutzt“. Mit dieser Meldung über das Twitter-Netz sorgte Harwood für Aufsehen und zeigte deutlich, dass Sie sich mit den Regeln vom Online-Poker nicht auskennt … einen Betrugsversuch wollen wir schließlich nicht unterstellen 🙂

 

Bodog-Gründer auf der Liste der meistgesuchten Personen. In Amerika gehört der 52-jährige Calvin Ayre zu den meistgesuchten Personen. Die Behörden werfen ihm Geldwäsche, illegales Glücksspiel und inzwischen auch Vergewaltigung und Entführung vor. Ob – gerade an den letzten beiden Vorwürfen – etwas dran ist, bleibt offen. Der Druck auf Ayre wächst auf jeden Fall. Wo sich der Milliardär aufhält, ist unbekannt, vor vier Monaten war er auf den Philippinen, dort wurden bereits Büros von Scheinfirmen durchsucht. Kann sich ein schwerreicher Mann der amerikanischen Justiz entziehen?

 

iPoker mit Speed-Turnieren. Seit dem Dezember-Update gibt es im Netzwerk für die Turnierspieler die Speed-Game-Variante auch für Turniere. Wie bei den „Rush-Cash-Partien“ üblich, wird man nach dem Fold sofort an einen anderen Tisch mit neuer Hand gesetzt. Die Turniere nehmen dadurch deutlich an Fahrt auf. Am Finaltisch entfällt dieses Feature natürlich und man kommt sich dann vermutlich wie eine Schnecke vor 🙂

 

Online-Poker, Stars weiterhin die Macht. Auch 2013 gab es keine Trendwende und die Zahl der Kunden für die Online-Poker-Anbieter war weiter rückläufig. Einige Anbieter erwischte es mächtig und berechtigt. 80% der Kunden kehrten dem Revolution-Netzwerk den Rücken, konnten aber wohl nicht die Bankroll loseisen. Bodog, die weiterhin (illegal) im US-Markt räubern wuchsen zwar (32%), das Geschäft ist allerdings etwas „shady“ und der Gründer inzwischen auf der Fahndungsliste auf einem prominenten Spot (sh. oben). PokerStars büßte zwar 2% an Traffic ein, hat aber weiterhin mit 55% Marktanteil klar das Sagen im Geschäft. Bisher macht sich das Fehlen von PokerStars auf dem regulierten US-Markt nicht bemerkbar, dieser Bereich macht nicht einmal ein Prozent des Marktes aus … zurzeit also eher politisch interessant aber monetär noch nicht lukrativ.