Chino Rheem lässt einen kostenlosen Seat sausen. Der Pro gewann im letzten Jahr durch seinen Sieg in der WPT World Championship einen Seat zur Titelverteidigung im Folgejahr. Der Startstack hat immerhin einen Wert von $15,000 und der eigentlich ständig klamme Spieler hätte hier Aussichten auf Preisgelder ohne Shares verkaufen zu müssen. Umso mehr verwundert es, dass Chino Rheem gar nicht erst antrat. Über Twitter wünschte er seinen Freunden viel Erfolg und verkündete sein Fernbleiben, nach einem Re-Tweet zum Thema „Freeroll“ zeigte er sich unwissend. Scheinbar hat sich der umstrittene Spieler zu einem Training im „Choice-Center“ angemeldet. Dieses „geistige Schulungsangebot“ nutzten bereits Negreanu und Esfandiari, die davon in höchsten Tönen schwärmten. Andere gehen davon aus, dass Rheem das Borgata zurzeit meidet um Schuldnern aus dem Weg zu gehen. Vielleicht sind beide Gerüchte wahr … oder der gute Mann hat seinen freien Eintritt im damaligen Trubel nicht realisiert und die Anreise verschwitzt.

Clooney bei einer Werbeaktion im Pöbelmodus. George Clooney hat scheinbar im Rahmen einer Werbeaktion für „Casamigos Tequila“ in Vegas etwas zu tief ins Glas geschaut und ist mit Steve Wynn aneinandergeraten. Der milliardenschwere Casinobesitzer betitelte in einer Diskussion den Präsidenten als „asshole“. Clooney merkte daraufhin an, dass Obama sein Freund sei, worauf Wynn entgegnete „dann ist eben dein Freund ein Arschloch“. Clooney beschimpfte daraufhin Wynn als Arschloch und verließ unter weiteren Beschimpfungen den Tisch. Natürlich hat sich auch Wynn nicht gerade als Gentleman gezeigt, allerdings war der Abend in Sachen Werbung für Tequila eher ein Bumerang für Clooney.

Ole Schemion gewinnt nach dem EPT-Highroller auch Online. Schemion spielte das Super Tuesday auf Pokerstars und traf dort auf 582 Gegner. Bei einem Preispool von $583k wurden 72 Plätze bezahlt und Schemion schaffte es unter seinem Nick „wizowizo“ auf den siebten Platz und kassierte immerhin $18,947 Preisgeld. Der Sieger aus Kanada kassierte $110k.

 

Putins Krimpläne. Russland ist nicht gerade als Zockerparadies bekannt. Trotzdem gibt es einige Zonen, in denen das Glücksspiel möglich ist. Hierzu gehören die Regionen Alati, Krasnodar, Kaliningrad und Wladiwostok. Nun hat Putin eine Gesetzesvorlage eingebracht, nach der auf der Krim Halbinsel das Glücksspiel legalisiert werden soll. In der beliebten Urlaubsregion könnten durch den Gambling-Sektor hohe Steuereinnahmen generiert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dem Gesetz zugestimmt wird, gilt unter Kennern deshalb als sehr hoch.

Phil Hellmuth mit Burger-Werbung. Der „etwas“ narzisstisch veranlagte Spieler hat nach Bier, Sonnenbrillen und Kleidung einen neuen Werbedeal an Land gezogen. Pokerbrat Hellmuth bewirbt mit seinem Astralkörper demnächst Fast Food der Kette „Carl’s Jr.“. In mehr als 1000 Restaurants in 13 US-Staaten dürfte das Konterfei von Hellmuth bald von zig Wänden strahlen.

Borgata muss Spieler entschädigen. Nach mehr als drei Monaten wurde von der „New Jersey Division of Gaming Enforcement“ ein Urteil in Sachen Chipskandal gefällt. Die bei der Winter Poker Open geschädigten Spieler haben demnach einen Anspruch auf Erstattung des Buy-Ins ($560). Dies soll für alle Spieler gelten, die mit dem Betrüger Lusardi am Tisch saßen. Die zum Zeitpunkt des Turnierabbruchs noch mit Chips ausgestatteten Spieler sollen weitere $19,323 Entschädigung erhalten. Die noch im Spiel befindlichen Spieler hofften auf eine Siegprämie in Höhe von $372,123 und sind deshalb über die Höhe der Entschädigung nicht gerade glücklich.

Das Casino hat nach dem Skandal reagiert und neue Pokerchips angeschafft. Die neuen Chips sind mit spezieller Farbe gefertigt, die über UV-Licht reagiert.

Antonio Esfandiari beendet „No-Sex-4-a-Year-Bet“. In einem Anfall von Übermut hatte sich Esfandiari auf eine Wette mit dem Unternehmer und Multi-Millionär Bill Perkins eingelassen. Für ein Jahr sollte der gebürtige Iraner keinen Sex (weder allein noch in Gesellschaft) haben. Esfandiari ist sich zwar weiter sicher, dass er es hätte schaffen können, allerdings machte er bereits nach neun Tagen einen Vorschlag die Wette zu beenden. Für welchen Betrag er sich aus der Wettschuld herauskaufte, ist nicht bekannt. Bei einem Wetteinsatz von $500k dürfte dies aber kein günstiges Vergnügen gewesen sein … aber immerhin gibt es nun wieder „Spaß“ für den bekannten Poker-Pro.

888Poker mit neuen Spielerinnen im Team. Der Online-Anbieter hat sein Pro-Kader mit Xuan Liu und Sofia Lövgren verstärkt. Lövgren war bis vor einigen Wochen bei PKR unter Vertrag, hat in Sachen Sponsorenvertrag also einige Erfahrung. Die hübsche Schwedin und ihre kanadische Kollegin werden das Logo von 888 u.a. bei der EPT, WPT und WSOP in Szene setzen.

Vanessa Selbst schlägt Rafa Nadal. Natürlich bezieht sich diese Kurzmeldung lediglich auf ein Heads-Up im Poker. Im Rahmen eines Charity-Events trafen die PokerStars-Spieler Nadal und Selbst in einem Heads-Up-Match aufeinander. Der Tennis-Pro mit Pokerambitionen schlug sich sehr gut gegen seine erfahrene Gegenspielerin. Wie so oft konnte sich Selbst durch aggressives Spiel durchsetzen, zollte dem Gegner in einem Interview aber durchaus Respekt.