Zynga. Vom Hoffnungsträger in Sachen Social Media Games zum Problemfall? Die Firma ist im Sinkflug und über die Entlassung zahlreicher Mitarbeiter wurde bereits mehrfach berichtet. Die Firma versucht sich nun in Kurskorrekturen und will auf sichere Pferde setzen, den Fokus deshalb auf ehemalige Erfolge setzen. Die Ausflüge in das Glücksspiel mit Echtgeldeinsatz werden hierfür gebremst. Für die USA wurde der Lizenzantrag deshalb zurückgezogen.


Viktor Blom wurde von Negreanu (dem selbst ernannten Botschafter des Poker) zwar gerade in Sachen Spielqualität geadelt (während Dwan vom Kanadier eher eine verbale Klatsche bekam), das Lob hätte er aber wohl gerne gegen mehr Kartenglück getauscht. Gewann er Ende Juni/Anfang Juli noch 3 Millionen Dollar an den NLHE $400/$800-Tischen, lief in den letzten Spielrunden gar nichts zusammen. In 14 Tagen verlor Blom $2 Mio und baut in Sachen Graphen wieder eine seiner berühmten Achterbahnen.


Jeder der Poker spielt kennt die psychische Belastung, die das Spiel mit sich bringt. Für die Hobbyspieler sind die Swings eine Abwechslung und geben den Kick, bei den Profis geht es leider oftmals um die Existenz. Alessandro Bastianoni war der Belastung leider nicht länger gewachsen. Nachdem der italienische Pro in Südamerika im Rahmen einer Turnierteilnahme inklusive Sidegames ca. $600k verloren hatte, beging der 48-jährige Selbstmord. In einem Hotelzimmer in Peru fand man den Leichnam mit einem Abschiedsbrief. In einem Umschlag war Bargeld ($140k) von dem die Beerdigung bezahlt werden sollte.