Während die Streitigkeiten zwischen den großen Pokeranbietern und den US-Behörden nahezu abgeschlossen sind, klären noch diverse Verantwortliche für sich als Privatperson die Justizangelegenheiten.

Mit Mark Scheinberg hat nun der Leiter von Pokerstars einen Deal mit der DOJ ausgehandelt. Er zahlt 50 Millionen Dollar und die Behörden lassen die Anschuldigungen fallen. Im US-Recht ist es üblich, eine solche Zahlung nicht als Schuldeingeständnis zu werten. Sachen gibt es 🙂 Wäre das nicht auch ein Modell für Bayern … Herr Hoen…. bitte übernehmen Sie 🙂

PokerStars konzentriert sich nach den Meilensteinen nun auf Version 7 des Clients. Das Rad wird natürlich nicht neu erfunden, manche Änderung wird das Spielerlebnis aber verbessern. Die Verantwortlichen wollen einigen Übeln (Ratholing, Blind Abuse und Bumhunting) an die Wurzel gehen und das schwierige Thema Heads-Up könnte sich durch neue „Heads-Up-Zoom-Tische“ entspannen. Bisher sind zig Heads-Up-Tische mit Einzelpersonen besetzt, die ein Spiel gegeneinander verweigern und auf schlechte Gegner warten. Beim Zoom werden nach eine Hand die Gegner getauscht. Das spricht für mehr Action und Fairness. Nach einer Testphase könnten die Verantwortlichen wird entschieden, ob vielleicht erst nach zwei Händen der Gegner/Tisch gewechselt wird.

PartyPoker verärgert die Regulars mit einem überraschenden Eingriff in das VIP-Programm. Das Bonusprogramm wurde für die Vielspieler rapide verschlechtert. Cash-Boni fielen dem Rotstift zum Opfer und neue Angebote müssen mühsamer freigespielt werden. Die Grinder können zwar weiterhin 30% Rakeback erreichen, müssen hierfür aber  100k Punkte ansammeln, also deutlich mehr Zeit aufwenden. Der Betreiber will sich zwar weiter auf die Casual-Gamer konzentrieren, ob man dabei aber den treuen Kunden vor den Kopf stoßen darf?

Gus Hansen wieder im Sinkflug. Im Mai durfte man dem sympathischen Dänen gratulieren. Nach monatelangen Rekordverlusten konnte er immerhin $800,000 zurückgewinnen. Viele hätten sich eine Fortsetzung des Comebacks gewünscht, aber leider blieb das Kartenglück im Juni aus. Hansen spielte ca. 7,000 Hände in den Varianten Limit-Omaha-8 und Triple-Draw und der Verlust summierte sich auf horrende 1,2 Millionen Dollar. Auch bei den Live-Turnieren läuft nichts zusammen, wird Hansen der nächste Cloutier?